Eindrucksvolle Eröffnungs-Show für die "erdgas schwaben arena"

Grandiose Gala

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Das Zusammenspiel aller Kaufbeurer Musikkapellen - d’ Kemnater Musikanten, der Musikverein ‚Harmonie‘ Oberbeuren, der Musikverein Hirschzell, die Musikvereinigung Neugablonz, die Stadtkapelle Kaufbeuren und die Tänzelfest-Knabenkapelle auf der – vorläufig noch geliehenen – teilweisen Eisabdeckung statt
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Seine kaiserliche Majestät Maximilian I. ließ sich herab, höchstderoselbst einen Schlag auf den Puck auszuführen.
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Die ‚Eissternchen‘ vom Eiskunstlaufverein Bad Wörishofen.
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Kaufbeuren – „Mensch – da ist es ja warm“, hatte Schirmherr Franz Reindl, Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), als erstes erfreut festgestellt, als er am vergangenen Samstagabend zur Eröffnungs-Gala der "erdgas schwaben arena" gekommen war. In seinem Grußwort prophezeite er der „als Profisport-tauglichen Sportstätte“ nicht nur regionale, sondern bundesweite Signalwirkung.

Und damit habe die besondere Tradition des Eishockeys in Kaufbeuren jetzt auch wieder eine Zukunft. Zahlreiche illustre Gäste aus Kirche, Politik und Wirtschaft unterstrichen die Bedeutung dieser für Kaufbeu­ren historischen Veranstaltung.

„Megastolz“ sei er auf die von der Stadt vollbrachte Leistung, sagte OB Stefan Bosse, wobei er die ihm unterstellte „Euphorie“ eher als Erleichterung verstanden wissen wollte, dass alles pünktlich fertig geworden und während des Bauens nichts Schlimmes passiert sei.

Vor vollbesetztem Haus präsentierten die Klein- und Kleinstschüler sowie das Damenteam des ESVK zunächst den Stadionnamen. Spontan ließ danach der DEB-Präsident ankündigen, dass als Eröffnungsgeschenk für die Arena hier ein Spiel der Nationalmannschaft stattfinden werde – in dieser oder spätestens der nächsten Saison.

Die von Claus Tenambergen moderierten Nummern fanden nicht nur auf dem Eis, sondern auch auf der – vorläufig noch geliehenen – teilweisen Eisabdeckung statt: Das bereits beim Turmfest geübte Zusammenspiel aller Kaufbeurer Musikkapellen kündigte den Auftritt seiner kaiserlichen Majestät Maximilian I. mit seinem lustigen Rat Kunz von der Rosen an. Auf Schlittschuhen! Der Kaiser ließ sich herab, höchstderoselbst einen Schlag auf den Puck auszuführen. Zudem stiftete er als Dank dafür, dass das Stadion für künftige Tänzelfesteröffnungen bei schlechtem Wetter weiterhin als „Fluchtort“ zur Verfügung stehen wird, einen goldenen Schlittschuh nebst Anstecknadeln für die erfolgreichste Jugendmannschaft eines jeden Jahres.

Ein Zeitrafferfilm informierte über den Stadionbau und der „verhinderte Ehrengast Edmund Stoiber“ (alias Wolfgang Krebs) war ebenfalls auf der großen Projektionsleinwand am Nordende des Stadions zu sehen. Schließlich traten vor der Pause zum Lifegesang von Julia Haug noch die „Eissternchen“ vom Eiskunstlaufverein Bad Wörishofen auf.

Nach der Pause begeisterten zunächst „Dance Soulution“ mit Chris Meirichs „Allgäu-Show“ und die Akrobatengruppe „Anam Cara“ mit einer ungewöhnlichen LED-Show. Dann übernahm Daniel Weiss die „On-Ice“-Moderation einer 40-minütigen Eisrevue mit nationalen und internationalen Highlights: Aljona Savchenko und Bruno Massot, Deutsche Vizeweltmeister und Olympiafavoriten 2018 im Paarlauf, zeigten gleich zweimal ihr enormes Können und atemberaubende Wurfsequenzen.

Schwerelos turnte die französische ‚Aerial-Künstlerin‘ Marie-Pierre Leray als glitzernde Eisfee in ihrem schwebenden Ring. Während Kevin Van der Perren, achtfacher Belgischer Meister, das Publikum mit seiner unglaublichen Sprungkraft hinriss, überzeugte die zweifache Deutsche Meisterin Nicole Schott durch Anmut. Beim riskanten „Headbanger“ des französischen „Adagio-Akrobatik Paares“ Annette Dytrt und Yannick Bonheur, die in Dieter Bohlens „Supertalent“ ursprünglich auf Rollerblades aufgetreten waren, stöhnte das Stadion erregt auf und vergaß vor Spannung fast das Klatschen. Als „Crazy Frog“ erschütterte Sergey Yakemenko, Akrobat auf Schlittschuhen aus der Ukraine, mit seinen Kapriolen die Lachmuskeln.

König der Herzen wurde allerdings das erst zwölfjährige Mega-Talent aus der Russischen Eiskunstlaufschmiede, Andrey Kutovoy.

Nach der abschließenden spektakulären Lasershow machten sich die Familien mit Kindern zügig auf den Heimweg, in der repräsentativen VIP-Lounge dagegen wurde noch kräftig weitergefeiert.

von Ingrid Zasche

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