Eine effiziente Verwaltung für die Bürger

Zahlreiche Gäste waren gekommen, um den ersten Bauabschnitt einzuweihen. Stolz präsentierte Landrat Johann Fleschhut (rechts) den neuen Sitzungssaal der Landratsamtes. Foto: Bauer

Es galt eine effiziente Verwaltung für den Bürger zu schaffen, so Landrat Johann Fleschhut bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste, die in den Saal Ostallgäu – so heißt der neue Sitzungssaal der Landratsamtes - gekommen waren. Anlass war die Eröffnung des 1. Bauabschnittes des seit Anfang 2009 in Generalsanierung befindlichen Gebäudekomplexes. Transparenz für den Bürger, das hatte sich Architekt Wendelin Burkhardt vom Büro Stadtmüller, Burkhardt, Graf für die Realisierung des Eingangs und des Servicebereichs auf die Fahnen geschrieben.

Das ist den Architekten aus Kaufbeuren auch tatsächlich gelungen. Trotz, aus Sicht der Architekten, engem Budget, fügt sich der neue Ostflügel harmonisch an die Bestandsinfrastruktur an und schafft für den Besucher einen attraktiven und offenen Empfangsbereich, der den Bürger zur Erledigung seiner Verwaltungsbelange einlädt. 45,5 Stunden in der Woche seien die 17 intensiv geschulten Mitarbeiter für den Bürger da, erklärte Fleschhut und wies besonders darauf hin, dass im Servicebereich mit 70 verschiedenen Dienstleistungen entweder jeder Mitarbeiter alles machen kann, oder aber in Lotsenfunktion an den richtigen Ansprechpartner weiterleitet. Der neue Ostflügel nimmt aber nicht nur den Servicebereich auf, sondern beinhaltet auch den großen Sitzungssaal und die Säle „Aggenstein“ und „Wertach“ sowie einen Multifunktionsraum für Katastrophenschutz und EDV-Schulung. Auch die Kunst soll mit regelmäßigen Ausstellungen ins neue Landratsamt einziehen, erläuterte der sichtlich stolze Hausherr seinen Gästen. Wie aber geht es nun weiter? Neben dem Neubau wurde auch der Südflügel einer gründlichen Sanierung unterzogen, so dass nun die Arbeiten zum 2. Bauabschnitt eingeläutet werden konnten. Bis Dezember sollen die Arbeiten am Westflügel abgeschlossen sein, um anschließend den sehr aufwandintensiven ältesten Gebäudeteil, den Nordflügel, in Angriff nehmen zu können. Während der Süd- und Westteil aus den späten 70ern stammt, geht der Nordflügel, das ehemalige Oberdorfer Krankenhaus, auf das Jahr 1881 zurück. Bis 2013 sollen dann alle Baumaßnahmen des knapp 15 Millionen Euro teueren Bauprojektes abgeschlossen sein. Modernste Technik hat dann in dem ehemals Energie verschwendenden Gebäudekomplex Einzug gehalten. Passivhausstandard, Photovoltaik, und modernste EDV- und Multimediatechnik sind hier die Schlagworte. Aus einem Gebäude mit fünf Eingängen und Orientierungslosigkeit, so Architekt Burkhardt, ist dann ein modernes Verwaltungsgebäude geworden, das nicht nur den Bürger einlädt, sondern auch optimale Arbeitsbedingungen für 395 Mitarbeiter bietet. Auch die Außenstellen, wie das Jobcenter, das Gesundheits-, das Schul-, sowie das Veterinäramt und der Bereich Abfallwirtschaft werden dann wieder unter einem Dach im versammelt sein.

Meistgelesen

Eiskalt durch den Dreck
Eiskalt durch den Dreck
Hat der Standort Kaufbeuren eine Chance?
Hat der Standort Kaufbeuren eine Chance?
Babys der Woche im Klinikum Kaufbeuren
Babys der Woche im Klinikum Kaufbeuren
Frauen in der Leitungsebene
Frauen in der Leitungsebene

Kommentare