Eine gute Tradition

Zu einer guten Tradition sei es geworden, in einer kleinen Feierstunde die scheidenden und oftmals langjährigen Mitarbeiter bei der Stadt zu verabschieden, so Oberbürgermeister Stefan Bosse. Vergangene Woche verabschiedete er zehn Mitarbeiter in den Ruhestand.

49 Jahre war Herbert Geßler bei der Abteilung „Öffentliche Ordnung, Staatsangehörigkeit, Ausländerwesen und Wahlen“ tätig. Die enge Verbundheit zur Stadt sei auch darin erkennbar, dass vier Generationen der Familie Geßler bei der Stadt gearbeitet haben und arbeiten. So war bereits der Großvater bei der damaligen Stadtpolizei tätig. Der aktive Sportschütze und Jäger war stets einer, „der schon um 6.30 Uhr an seinem Schreibtisch“ zu finden war. Auf 45 Jahre bringt es Kurt Haussmann, der bei der Schulverwaltung- und Sport tätig war. Stets habe er den „Blick über den Tellerrand der Bürokratie“ geworfen und für gute Bedingungen an den Schulen gesorgt. Der passionierte Bergwanderer und Rennradfahrer war die „personifizierte Schulverwaltung“, so Bosse in seiner Rede. Seit 1968 arbeitete Rolf Berger als nebenberuflicher Hausmeister und war für die Hüttenstraße, wo er noch heute mit seiner Ehefrau lebt, zuständig. Gerne hätte er noch weitergemacht, doch sein Gesundheitszustand lässt es nicht zu. Mit über 80 Jahren war er „der älteste Mitarbeiter der Stadt“, so Bosse. Bergers großes Hobby ist der Schrebergarten. Er ist Gründer des Schrebergartens in Neugablonz. Selbst im Winter ist er dort zu finden. 25 Kilogramm Futter verfüttert er dort jeden Winter an die Vögel. Werner Linder arbeitete in der Abteilung Kinder, Jugend und Familie/Stadtjugendring. Vielen Kaufbeurern dürfte er mehr als nur bekannt sein. „Er ist ein Urgestein beim Stadtjugend- ring“, betont Bosse. Viele Erwachsene liefen durch die Stadt, die „du bereits als Kind kanntest“. Lindner habe die Jugendarbeit in Kaufbeuren entscheidend geprägt. „Mit ihrer herzlichen und direkten Art“ sei Margit Wolf bei den Kunden im Amt für Ausländer- und Staatsangehörigkeitsrecht gut angekommen. 28 Jahre war Wolf bei der Stadt beschäftigt. Nun wird sie sich der Gartenarbeit widmen sowie öfters ihre Schwester in den USA besuchen. „Die gute Seele der Musikschule“ war seit 25 Jahren Marlene Häring. Sie verfüge über ein außergewöhnliches Gedächtnis, berichtet der Oberbürgermeister. Alle Namen der Schüler sowie die Kurszuordnung habe sie sich stets ohne Probleme merken können. Sie gilt als „die sportlichste Musikschulsekretärin“ aller Zeiten. Die gelernte Krankenschwester Rosemarie Häutle arbeitete 24 Jahre bei der Stadt und zwar im Alten- und Pflegeheim der Hospitalstiftung. Sie galt unter anderem als „die Seele vom Spätdienst und war immer wieder bereit bei Engpässen einzuspringen“, sagte Bosse. 19 Jahre war der gelernte Bankkaufmann Franz Hartmann bei der Stadt und zwar bei der Abteilung „Informations- und Kommunikationstechnik“. Er habe Musterprogramme und Strukturen für die IT-Abteilung geschaffen, unterstrich Bosse, und „war immer an der neuesten Technik dran“. Er habe „das Schiff EDV wieder auf Kurs gebracht“, wie Bosse in seiner Rede betonte. Als Mechaniker im Fuhrpark des städtischen Bauhofes war Wilhelm Rüdlin tätig. Nach 17 Jahren wurde er nun in den Ruhestand verabschiedet. Da sich Rüdlin gern in der Natur aufhält, machte ihm auch die Arbeit im Winter kaum etwas aus. Im Bauhof reparierte er oft die Fendt-Schlepper, was gut zu seinem Hobby passt. Denn er beschäftigt sich mit Fendt-Traktoren. Die gelernte Metzgereifachfrau Margarete Stephan-Fleck geht nach acht Jahren bei der Stadt Kaufbeuren in den Ruhestand. Vor allem Lehrern ist sie bekannt, denn die vergangenen Jahre arbeitete sie im Medienzentrum der Stadt. Unter anderem war sie dort für den Verleih von Medien und Geräten zuständig. Sie engagiert sich im Tänzelfestverein. Die Stadt verliere mit den scheidenden Mitarbeitern einen großen Wissensschatz sowie viel Erfahrung, so Peter Kloos, Abteilungsleiter Arbeit und Soziales, Personalrat.

Meistgelesen

Eiskalt durch den Dreck
Eiskalt durch den Dreck
Frau klettert auf Laterne und kommt nicht mehr herunter
Frau klettert auf Laterne und kommt nicht mehr herunter
"Gerne noch behalten"
"Gerne noch behalten"
Kommandoleiter der Taliban im Ostallgäu festgenommen
Kommandoleiter der Taliban im Ostallgäu festgenommen

Kommentare