Für eine lebenswerte Stadt

Kaufbeurer Altstadt, Wertach, Jordanpark und Bahnhof im Fokus

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Die Maßnahmen, die im ISEK vorgesehen sind, betreffen auch den Kaufbeurer Bahnhof.

Kaufbeuren – Um das volle Potenzial der Stadt auszuschöpfen und Kaufbeuren zu einem Ort zu machen, der sich als Tourismusstandort behaupten kann, und auch die Bereiche „Wohnen“ und „Gewerbe“ harmonisch miteinander verknüpft, ist die Beteiligung der Bürger gefragt.

So kam bei der jüngsten Sitzung des Kaufbeurer Bauausschusses als ein zentrales Thema das „integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept“ (ISEK) zum Tragen, das als Handlungsfelder unter anderem Altstadt, Wertach, Jordanpark und Bahnhof in den Fokus rückt.

Zur Erstellung des Entwicklungskonzepts war sowohl das Input öffentlicher Aufgabenträger als auch die Mitwirkung der Bevölkerung vonnöten. Im Laufe der drei Bürgerworkshops, so zog Ulrike Seifert (Grüne) ein positives Resümee, „konnten wertvolle Ideen gewonnen werden“, und so befinde man sich auf einem „guten Weg“ was zukünftige Verbesserungen anbelangt. Als eine solche Verbesserungsmaßnahme wurde in der Sitzung zum Beispiel die Entwicklung interkommunaler Gewerbegebiete genannt, die eine enge Zusammenarbeit mit dem Umkreis vorsehe.

Angesprochen wurde auch eine Vernetzung von Grünräumen. Der Jordanpark zum Beispiel solle nicht nur ein „gerahmtes Bild“ darstellen, sondern durch eine gute Anbindung eine aktive Nutzung erleichtern und fördern.

Die Aufwertung und stärkere Würdigung der Wertach, die „nicht einfach zu kultivieren“ sei, ist ebenfalls in den geplanten Maßnahmen berücksichtigt.

Daneben müsse dem Sanierungsbedarf in der Kernstadt eine höhere Priorität beigemessen werden. Auch neue Radwegekonzepte seien in den Bauvorhaben inbegriffen, vor allem im Hinblick auf das gesteigerte Interesse an E-Bikes. Dazu zählt beispielsweise die Renovierung von „gefährlichen Ecken“ für Radler.

Ein weiterer wichtiger Punkt betraf das Bahnhofsumfeld und den Bahnhof als Umsteigepunkt für Pendler. Zudem solle das praktische Konzept des „Carsharing“, das „nicht nur ein Öko-Thema“ sei, kommerzialisiert werden, damit es breiteren Anklang findet.

Thematisiert wurde auch das „Familienziel Kaufbeuren“, das für Familien mit Kindern eine Wohnbauförderung bietet. Als Ziel habe man vor Augen, Kaufbeuren verstärkt zu einer familienfreundlichen, wohnlichen Stadt zu machen, um durch eine Imagestärkung „mehr Menschen nach Kaufbeuren zu holen“.

In den Kernbereichen sollen aus den Gebäuden, Plätzen, Schulen etc. auf Dauer noch attraktivere Orte werden, an denen Begegnung vermehrt stattfinden kann.

von Mahi Kola

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