Was sich die Kollegen zur Amtseinführung Schweidlers ausgedacht haben

Eine Rechenmaschine für den Mittelschul-Rektor

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Reinhold Spitschan (Fachbereich Mathematik, li.) überreicht eine alte Rechenmaschine an Schulleiter Stefan Schweidler. Da freuen sich auch Konrektorin Isabella Danzer, Schulrat Andreas Roth und Karin Weikmann (rechts) vom Schulamt.

Marktoberdorf – Er sei „Herr über 600 Schüler und fast 70 Lehrer“, sagten die beiden Moderatoren Elisa Haf und Franz Heberle aus der Klasse 10b, als sie die Rede des Schulleiters ankündigten. Die Worte waren auf Rektor Stefan Schweidler (43) gemünzt. Er wurde ebenso wie seine Stellvertreterin Isabella Danzer (50) nun bei einer Feier in der Dreifachsporthalle offiziell ins Amt an der Mittelschule eingeführt.

Dabei haben beide ihre Funktion schon seit dem vergangenen Sommer kommissarisch ausgeübt, wobei sie noch Unterstützung von Lehrerin Simone Zierl erhalten haben. Zu den personellen Veränderungen kam es, nachdem Karin Weikmann von der Mittelschule Marktoberdorf – mit 600 Schülern die größte im Landkreis Ostallgäu – an das Staatliche Schulamt Ostallgäu/Kaufbeuren gewechselt war.

„Die Herren der Fachbereiche“ – so lautete ein zeitlich ausgedehnter Beitrag des Lehrerkollegiums. Die Pädagogen an der Mittelschule warteten mit vielen originellen, kleinen Präsenten für Rektor Schweidler und dessen Stellvertreterin Danzer auf. Die Geschenke reihten von der Trillerpfeife für den auf Disziplin bedachten Schulleiter über Pulver (gut für Gelassenheit) und einen Zauberstab bis zum Büchlein mit flotten Sprüchen, auf dass die Konrektorin bei Ansprachen „ein rhetorisches Feuerwerk“ zünde. Für Heiterkeit sorgte besonders Reinhold Spitschan; der Mathelehrer in Sandalen überreichte an den nun offiziell bestellten Chef der Mittelschule eine alte Rechenmaschine.

Stefan Schweidler stammt aus Rain am Lech. Zur Amtseinführung kamen auch seine Eltern und seine Frau Martina, die ebenfalls Lehrerin ist und an der Mittelschule in Neugablonz tätig. Das Ehepaar wohnt mit dem fünfjährigen Sohn in Osterzell. Stellvertreterin Isabella Danzer, die aus München stammt und bereits seit 1995 an der Mittelschule in Marktoberdorf unterrichtet, ist mit ihrem Mann in Altdorf zu Hause.

„Ein dickes Fell“

Schulrat Andreas Roth, der die Amtseinführung vornahm, sagte vor den offiziellen Gästen und vor mehreren hundert Schülern und Lehrern in der Sporthalle, es sei die Schulleitung, die „den Gesamtgeist“ präge. Ein Rektor müsse ein dickes Fell, aber auch Freude haben. Roth erwähnte, dass Schweidler bereits im vergangenen Jahrzehnt nach Markt­oberdorf an die Mittelschule kam und 2013 zum Konrektor bestellt wurde. Er habe wichtige Impulse gesetzt im Arbeitskreis Schule-Wirtschaft und in der Berufsorientierung, die neben Wissensvermittlung und Persönlichkeitsentwicklung eine der drei Säulen darstelle.

Isabella Danzer war zuletzt sieben Jahre zweite Konrektorin. Unter den vielen Aufgaben erwähnte Schulrat Roth besonders die Betriebspraktika, Abschlussprüfungen und die Schulsozialarbeit. Danzer sei „mit allen Abläufen und Aufgaben bestens vertraut“, so der Schulrat.

Schweidler skizzierte, was ihm in der Arbeit wichtig ist. Man brauche beides für die jungen Menschen: die digitale Bildung ebenso wie das „ganz Klassische“. Am Herzen liege ihm die Umwelterziehung der Fünft- bis Zehntklässler. Auch gelte es, alle Kräfte zu bündeln, damit Integration gelingen könne.

Bevor Diakon Elmar Schmid auf der von der „Blue-School-Band“ und Trommlergruppe gestalteten Feier den kirchlichen Segen spendete, sprachen weitere Gratulanten. Dazu gehörten die drei Schülersprecher Alina Danner, Ferdinand Völkl und Jasmin Höpfner sowie Elternbeiratsvorsitzender Tobias Verhaaren, der dem neuen Rektor bescheinigte, die Werte der Mittelschule gegen Einflüsse von außen zu verteidigen.

Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell vertrat den Mittelschulverband. Schweidler habe schon gezeigt, dass er der Richtige für diese Aufgabe sei. Hell erinnerte an Persönlichkeiten, die wie Schweidler aus Rain am Lech stammen und wie dieser nach Marktoberdorf kam – so wie im 19. Jahrhundert der große Heimatforscher und Landrichter Ludwig Wilhelm Fischer.

jj

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