Eine Schlacht mit Worten

Am Samstag, 10. Januar fand in der Kult(ur)-Kneipe Hirsch in Lindenberg beiBuchloe der dritte Hirsch Poetry Slam statt. Den ausverkauften Hirschen brachten die 11 Slammer und Moderator Bo Wimmer mit ihren poetischen-lyrischen Ergüßen die Stimmung zum Kochen.

Beim Poetry Slam treten die Dichter in Gruppen gegeneinander, wobei die Publikumsjury mit Punktetafeln sich für Ihren Favoriten entscheidet, der dann im Finale nochmals auftritt, um einen symbolischen Preis zu erringen. Eine offene Liste gehört zum Programm des Poetry Slams im Hirschen, so daß sich jeder Zuschauer sich kurzentschlossen noch anmelden und mitmachen kann. In der ersten Runde „slammten“ Heiner Lange aus München, Winni, Master Tom und Lasse Samström (Augsburg) gegeneinander. Am Ende konnte Lasse Samström, der Deutsche Poetry Slam Meister von 2002, mit seiner Schüttelreim-Lyrik über die verdammte kalte Jahreszeit die höchsten Wertungen noch vor dem Müncher Performancewunder Heiner Lange erzielen. Der Lokal-Matador Winni, der zum ersten Mal an einem Poetry Slam teilnahm, erfreute mit seiner sehr verdichteter Poesie die Herzen aller 110 Anwesenden und wird hoffentlich noch häufiger beim Poetry Slam zu sehen sein. In der zweiten Runde war Lars Ruppel aus Marburg nicht zu schlagen. Das Mitglied von „SMAAT“, der international bekannten Poetry Slam Boygroup, eroberte die Herzen der Zuschauer mit seinem Western-Gedicht „Vor dem Wasch-Salon“, dessen Moral war, „Schminke ändert ein Gesicht, aber einen Cowboy sicher nicht..“. Die Dichterin „Jemand“ verpaßte den Einzug mit ihrer persönlichen Erzählung „Ausstieg“ nur knapp, genauso wie Gauner, Rap-Poet aus Berlin, der mit seiner fiktiven Rede vor dem Bundestag das Publikum begeisterte, und der Erdinger Sexy Hilla Man, der zum ersten Mal eine Bühne betrat. In der dritten Runde trafen der Leipziger Julius Fischer, der Berliner Felix Römer sowie Alex Burkhard aus Linderberg/Allgäu aufeinander. Julius Fischer, Halbfinalist der vergangenen Deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaft in Zürich und momentan einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Slammer gewann überzeugend vor den anderen beiden hochkarätigen Slammern Römer, deutscher Vize-Meister 2006, und Burkhard, der als Newcomer des vergangenen Jahres den süddeutschen Raum gehörig aufmischte. Im Finale war wiederum Julius Fischer nicht zu schlagen, der mit seinen humorvollen Erzählungen über Alltag und Banales einen Begeisterungssturm losbrach und damit Lars Ruppel und Lasse Samström auf die Plätze zwei und drei verwies und den symbolischen ersten Preis in Form einer Flaschen Schnapes entgegennahm, die sofort geköpft und mit Slammern und Zuschauern geteilt wurde. Am Ende waren sich die Zuschauern einig, einen wunderschönen Abend erlebt zu haben und wünschten sich eine baldige Wiederholung des Events „Poetry Slam“ im Hirschen. Wirt Thomas „Wummi“ Klaus und MC Bo Wimmer planen den nächsten Slam für Anfang März. Der Newsletter des Hirschen kann unter www.hirsch-lindenberg.de oder Wumfriedel@web.de abonniert werden. Wer Interessen hat, selbst einmal teilzunehmen oder sich weitere Information zum Thema Poetry Slam wünscht (Workshops für Schulen, Sommerakademien, etc.) kann sich auch unter bo@bowimmer.de melden. bo

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