Einen guten Start ermöglichen

Kürzlich ehrte Oberbürgermeister Stefan Bosse im Rathaussaal insgesamt 18 Firmen, die sich in dem Projekt BIWAQ engagieren. BIWAQ bedeutet: Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier, und soll vor allem den Kaufbeurer Stadtteil Neugablonz stärken. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Unterstützung von Existenzgründern, dem Übergangs- management zwischen Schule und Beruf und der Integration von Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen. Die geehrten Firmen engagieren sich als Kooperationspartner für das Vorhaben „Netzwerk Neugablonz – Deine 2. Chance“. „Sie können durch ihre Teilnahme an diesem Projekt den jungen Menschen einen guten Start ins Berufsleben ermöglichen“, begrüßte Oberbürgermeister Stefan Bosse die Firmen- und Schulvertreter.

Das bundesweite Projekt, das in Kaufbeuren von Kaufbeuren Aktiv getragen wird, fördert insgesamt 90 Kommunen – in die Stadt fließen für die Umsetzung 870000 Euro Fördergelder. Das BIWAQ-Konzept stützt sich auf drei Säulen: Schulen, Langzeitarbeitslose und Existenzgründer sowie die Kooperation Firmennetzwerk. „Durch dieses Vorhaben sollen beispielsweise 60 teilnehmende Schüler bis Herbst 2012 einen Ausbildungsplatz erhalten“, erklärt Lutz Tokumaru, der Projektleiter. Bis 2012 sollen mit Hilfe des Projektes und bestimmten Kursen, zwölf Existenzgründungen erfolgreich begleitet werden. Auch bei den Langzeitarbeitslosen ist die Teilnehmerquote hoch. „80 Prozent von den in Kaufbeuren registrierten Langzeitarbeitslosen haben sich für das Projekt angemeldet. Die Motivation ist hier besonders groß“, so Tokumaru. „Der wichtigste Bereich von BIWAQ ist allerdings die Kooperation mit den Firmen. Sie haben sich bereit erklärt, Praktikums- und Ausbildungsplätze anzubieten und können somit den Jugendlichen und Arbeitslosen tolle Zukunftschancen bieten.“ Kooperationspartner des Projektes sind unter anderem die ARGE-Kaufbeuren, das Integrationsforum, die Gustav-Leutelt-Schule und die Staatliche Berufsschule. Silke Königsberger, Leiterin der ARGE kann bestätigen: „Mithilfe des Konzepts können auch Kurse wie Allgemeinbildung angeboten werden. Die Leute, die es sonst schwer hätten, einen neuen Betrieb zu finden, können in diesen Firmen beweisen, wie motiviert sie arbeiten können.“ In Schulen werden zum Beispiel Bewerbungstrainings mit den Geschäftsführern gemacht. „Wir betreuen an der Berufsschule insgesamt 165 Jugend- liche aus Kaufbeuren und der Umgebung, die keinen Ausbildungsplatz bekommen haben. Für die sind diese Maßnahmen besonders wichtig“, so Irene-Katrin Müller von der Berufsschule Kaufbeuren.

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