Das zweite Treffen zur Vorbereitung eines noch namenlosen Events

Einfälle für den „Leer_Raum“ in Kaufbeuren gesucht

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Mit welchen Einfällen lassen sich leer stehende Geschäftslokale in der Innenstadt beleben? Hier ist viel Kreativität gefordert.

Kaufbeuren – Der Kulturring Kaufbeuren will im Sommer 2019 leer stehende Geschäftsräume der Innenstadt mit Kunst füllen und so das Stadtbild beleben (wir berichteten). Beim zweiten Treffen der Initiatoren dieser Aktion ging es um die bereits erkundeten Möglichkeiten, um kreative Angebote und einen zündenden Namen.

Der „Leer_Raum“ nimmt langsam Gestalt an. Allerdings wird die für Mai bis Oktober 2019 in der Innenstadt vorgesehene Aktion ganz sicher nicht diesen ursprünglich genannten Titel tragen. Das jedenfalls erklärte Markus Wittmer vom Kulturring Kaufbeuren beim zweiten Treffen zur Vorbereitung des Events. Und er rief die anwesenden Kauf­beurer Künstler, Verbandsmitglieder und überhaupt alle interessierten Bürger dazu auf, kreative Vorschläge zur Namensgebung zu machen. „Wir haben die Aufgabe gestellt, vorhandene Leer-Räume zu füllen. Das war die Vorgabe an die Künstler. Nun sind wir gespannt auf die konkreten Angebote – und dann werden wir sicherlich auch die letzte Leerstelle, die des Namens, füllen können“, zeigt sich Wittmer überzeugt.

41 Leerstände

Klarer ist schon, was es da zu füllen gilt. Helga Holzhauser, Betreuerin der Kulturring-Geschäftsstelle und Organisatorin der Aktion, informierte, dass es nach Auskunft der City-Managerin derzeit 41 Leerstände von Geschäftslokalen in der Kauf­beurer Innenstadt gibt. 28 davon wären im Prinzip, also etwa in Bezug auf ihren baulichen Zustand oder die Eigentumsverhältnisse, für die Aktion geeignet. Allerdings haben nur für sechs davon die Besitzer bisher Interesse an einer Teilnahme bekundet. Auch hier lassen sich also noch Leerstellen tilgen.

Und womit soll das geschehen? Das wird wohl am 12. April klarer sein, denn bis zu diesem Termin sollen sich die Kauf­beurer Künstler, die bereits angefragt wurden, entscheiden, ob sie teilnehmen wollen. Eine Jury aus Künstlern, Kuratoren und Museumsleuten wird dann die endgültige Auswahl treffen.

Noch viele offene Fragen

Nun sind allerdings, da waren sich die Anwesenden weitgehend einig, die bisherigen Vorgaben doch ein wenig dünn. So gab es dann eine ganze Menge von Fragen wie etwa: „Sollen oder dürfen auch Performances, Auftritte oder ähnliches angeboten werden? Ist es möglich, den öffentlichen Raum der Stadt dabei einzubeziehen? Soll es einen Ablauf von Aktivitäten geben, oder eine permanente, unveränderliche Ausstellung über mehrere Monate?“

Die Antworten, die Wittmer gab, ließen erkennen, dass der Kulturring erst einmal so wenig wie möglich einschränkend wirkend will. „Natürlich bedarf es in speziellen Fragen noch weiterer Abstimmungen mit der Stadt oder mit Künstlern, wenn etwa ungewöhnliche Werke, große Skulpturen oder ähnliches angeboten werden“, meinte er.

Vorfreude auf ein buntes Event: Helga Holzhausen, Markus Wittmer und Daniel Herrmann (v. li.) vom Kulturring Kaufbeuren beim zweiten Vorbereitungstreffen für die Innenstadt-Aktion im Sommer dieses Jahres.

Sven Müller, der Eggenthaler Künstler, der gemeinsam mit seiner Partnerin Jusha Mueller gerade eine Ausstellung im Kulturverein Podium Kaufbeuren zeigt, teilte diese Einstellung. „Wichtig ist, dass das Ganze dynamisch und fröhlich wirkt, eben belebend, Neugier erweckend, Frei-Raum statt Leer-Raum“, meinte er und fügte hinzu: „Deshalb müssen wir auch aufpassen, dass es nicht einen zu starken didaktischen „Schlenker“ bekommt. Denn es soll ja ein Kunst-Event werden, keine Bildungsveranstaltung.“

So weit so gut. Das Ganze soll dann möglichst am 21. oder 22. Mai starten, vor dem „Theater to Go“, dem Gemeinschaftsprojekt aller acht Theatervereine Kaufbeu­rens. Dieses geht am 25. Mai unter dem Motto: „Ein superguter Abend“ in die zweite Runde.

Da bleibt also nicht mehr allzu viel Zeit für die Vorbereitung. Deshalb bittet der Kulturring interessierte Künstler, die noch nicht angesprochen wurden, bis zum 12. April mitzuteilen, ob und mit welchen Werken sie teilnehmen wollen. Auch Besitzer leer stehender Geschäftsräume können sich bei Interesse noch beim Kulturring melden.

Und wer noch Einfälle hat, wie der dann nicht mehr vorhandenen Leer-Stand heißen könnte, sollte diese ebenfalls dem Kulturring mitteilen – als Namen für eine lebendige, fröhliche, bunte Aktion.

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