Einsatz für die Umwelt

Kreisfischereiverein Kaufbeuren beseitigt Müll aus Gewässern

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Trauriges Ergebnis: Diesen Müllberg sammelte der Kaufbeurer Kreisfischereiverein vergangene Woche im Wertachkanal.

Kaufbeuren – Der ständig zunehmende Müll ist ein generell ein Problem unserer Wohlstandsgesellschaft. Täglich sehen wir in den Medien weltweit Bilder von riesigen Mülldeponien. Doch insbesondere betroffen machen immer wieder die Ergebnisse vor der eigenen Haustür. Diese Erfahrung macht auch der Kreisfischereiverein Kaufbeuren bei seinen alljährlichen Müllaktionen an Bärensee und Wertach.

In der vergangenen Woche war der Wertachkanal nördlich von Kaufbeuren bis Leinau das Ziel der Umweltaktion. Das Ergebnis konnte sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen – allerdings in beschämend negativer Form. „Es ist einfach traurig zu sehen, wie sich manche Bürger ihres Mülls entledigen“, sagt Vereinsvorsitzender Wolfgang Scheufler.

Die Aktion wurde am vergangenen Samstag im Bereich des vom Fischereiverein angepachteten staatlichen Fischereirechtes „Wertach mit Kanal“ durchgeführt. Anlass der Aktion war die Baumaßnahme am Kraftwerk der Vereinigten Wertach Elektrizitätswerke (VWEW). Dafür musste der sogenannte Werkkanal abgelassen werden. Insgesamt war eine Gruppe von zehn Helfern im Einsatz, die aus Mitgliedern des Vereins, der Vereinsjugendgruppe und Gastfischern bestand.

Müll von A bis Z

Vereinsvorsitzender Wolfgang Scheufler mit einer in der Wertach entsorgten Kloschüssel.

Beim Sammeln kamen nicht nur kleinere Gegenstände wie zahlreiche Getränkeflaschen zutage. Ein Einkaufswagen hatte den Weg in den Kanal ebenso gefunden wie Autoreifen oder eine Kloschüssel. Darüber hinaus das von Stromkabeln entfernte Isoliermaterial (das Kupfer war ja wertvoll!), Reste von Fahrrädern, Folien und vieles mehr. Die Entsorgung des „Müllhaufens“ wurde durch die Stadt Kaufbeuren unkompliziert durchgeführt. Auch die VWEW hatte das Vorhaben aktiv durch die Kostenübernahme einer Helferbrotzeit unterstützt. „Ich habe mich sehr über die zahlreichen Helfer gefreut“, sagte Scheufler. Sein Dank gelte den Vereinsmitgliedern, den Mitgliedern der Jugendgruppe, den Gastfischern und insbesondere Benjamin Linsner für die Organisation. „Die Aktion war sicher auch ein Zeichen dafür, dass wir es mit Umwelt- und Gewässerschutz ernst nehmen und auch unangenehme Arbeiten nicht scheuen“, so der Vorsitzende gegenüber dem Kreisbote.

Vereinsziele

Die Ziele des Vereins sind in erster Linie die verantwortungsvolle Bewirtschaftung der gepachteten Gewässer. Dazu gehören die Fischzucht und Teichwirtschaft sowie Gewässer- und Naturschutz. Ebenso die Förderung der Angelfischerei, die Ausbildung Jugendlicher und Erwachsener zu waidgerechten und naturverbundenen Fischern, die an dem Erhalt der geschaffenen Werte mitarbeiten. Derzeit hat der Verein 154 ordentliche Mitglieder, 15 Gastmitglieder und 21 Mitglieder in der Jugendgruppe.

von Wolfgang Becker

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