Kinderkrippe St. Ulrich mit Gottesdienst offiziell eingeweiht

Ein Platz für die "ganz Kleinen"

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Beim unterhaltsamen Programm nach dem Gottesdienst zur Einweihung der Kinderkrippe St. Ulrich erfüllte Kinderlachen die hellen und freundlichen Räume.

Kaufbeuren – Bunt und fröhlich präsentierte sich die Gemein- de der Pfarrei St. Ulrich, als vor wenigen Tagen im Rahmen des feierlichen Kirchweihgottesdienstes die neue Kinderkrippe offiziell eingeweiht wurde.

Mit Luftballons und Osterkerze zogen die Ministranten zum Gottesdienst ein, mit dem die Kinderkrippe St. Ulrich offiziell eingeweiht wurde. Voran schritt Pfarrer Werner Appelt, der zwar im vergangenen Jahr von Kaufbeuren nach Augsburg gewechselt hatte, hinsichtlich seines persönlichen großen Engagements auf dem Weg zur neuen Krippe aber gerne die Einladung des jetzigen Pfarrers Thomas Renftle annahm, den Gottesdienst zu halten. 

Appelt freute sich darüber, dass seine Bemühungen um den Bau der Betreuungseinrichtung nun Früchte getragen hätten. Jedoch, so schmunzelte der Geistliche, sei er noch vor der Eröffnung im letzten Jahr nach Augsburg „abgehauen“. In seiner humorvollen Ansprache erzählte er, dass er die Pfarrgemeinde jetzt „wie ein großes Einkaufszentrum“ wahrnehme – es sei nun alles an einem Ort: Kirche, Kindergarten, Pfarramt, Schule, Altenheim und jetzt eben auch eine Krippe für die ganz Kleinen. Kurze Wege seien heutzutage ein wichtiger Standortfaktor für Eltern, mit der Krippe werde man den heutigen Anforderungen gerecht. 

Kirchenpfleger Klaus Scheidl berichtete im Anschluss über die Entstehung der Kinderkrippe. Vor vier Jahren sei die Idee in der Kirchenverwaltung aufgekommen – die Zeiten hatten sich geändert, die Pfarrei St. Ulrich wollte ihr Angebot erweitern. So habe man sich ans Werk gemacht und den Anbau direkt am schon bestehenden Kindergarten geplant. Beide seien jetzt „förmlich mit einander verbunden“, rief Scheidl dieses Bild in den Köpfen der Anwesenden hervor. Er bedankte sich bei den beteiligten Handwerkern, der Stadt Kaufbeuren und dem Förderverein der Pfarrei St. Ulrich für die tatkräftige Unterstützung und wünschte der Pfarrei und vor allem den Kindern alles Gute für die Zukunft. 

Diesen Worten konnte sich Oberbürgermeister Stefan Bosse, welcher nach eigenem Bekunden auch „ein ehemaliges Kind der Gemeinde St. Ulrich“ ist, anschließen. Er hofft, dass die Gemeinde „für junge Menschen jetzt noch attraktiver“ wird und lobte zusätzlich das freiwillige Engagement der Gemeindemitglieder. Bosse unterstrich, dass man in St. Ulrich „auf ein reges und aktives Leben stolz sein“ könne. Dies bewiesen dann auch sogleich die in der Einrichtung betreuten Kinder, die mit ihren Eltern und Erziehern zum Ende des Gottesdienstes ein eigens einstudiertes Lied zum Besten gaben. Im Anschluss an den Gottesdienst hatten alle Interessierten die Möglichkeit, sich die Krippenräume anzusehen und das bunte Rahmenprogramm zu genießen.

Zahlen & Fakten

In der neuen Kinderkrippe St. Ulrich werden auf einer Fläche von rund 180 Quadratmetern derzeit 13 Kinder von einer Erzieherin und einer Kinderpflegerin betreut. Die Gesamtkos- ten für den Bau liegen bei 850.000 Euro. Der Großteil (630.000 Euro) konnte durch öffentliche Fördergelder abgedeckt werden, dazu kommen 125.000 Euro von der Diözese Augsburg und 95.000 Euro aus Rücklagen, Förderverein und Spenden.von Matthias Berger

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