Eisen-Fendt: Erweiterung im Marktoberdorfer Industriegebiet

Hallen für Stahllager und Hochregale

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So wird der große Hallenkomplex im Industriegebiet aussehen. Links das Hochregallager.

Marktoberdorf – Die Firma Eisen-Fendt GmbH beabsichtigt, im Gewerbe- und Industriepark Marktoberdorf-West auf einer Fläche von gut 12.000 Quadratmetern ein neues Stahllager zu errichten. Der Bauausschuss der Stadt hat die Anfrage positiv beurteilt; der Antrag wurde quer durch alle Parteien einstimmig befürwortet.

Das Gebäude soll, wie Christina Fendt von der Geschäftsführung gegenüber dem Kreisbote erläuterte, eine Größe von 7600 Quadratmeter erhalten. In dem ersten Fünftel der Stahlhalle ist auf knapp 1000 Quadratmeter ein vollautomatisches Hochregallager von 20 Meter Höhe für 2.300 Stück Kassetten vorgesehen; es nimmt Stabstahl und Rohre in sechs Meter Länge in diversen Materialien (Blankstahl, Edelstahl, Buntmetalle) auf. In den vier weiteren Hallen (gesamt gut 6000 Quadratmeter) sind die Lagerung von Trägern, Blechen und Spezialprofilen sowie ein Sägezentrum vorgesehen.

Die Firma Eisen-Fendt siedelte 1992 als erster Betrieb von ihrem alten Standort in der Stadt Marktoberdorf auf die Grüne Wiese im Industriegebiet-West und hat sich seitdem stetig erweitert. Der Kundenradius hat sich auf inzwischen 130 Kilometer erweitert. Der Schwerpunkt des Hauses Eisen-Fendt ist nach wie vor der Bewehrungsstahl (Baustahl). Durch den Auszug des Stahlbereichs bekommt auch diese Abteilung nun Erweiterungsmöglichkeiten.

Zurzeit beschäftigt die Firma Eisen Fendt 134 Mitarbeiter. Durch den Neubau ist eine Personalaufstockung um acht Prozent geplant, blickt Christina Fendt voraus. Sie ist eine der beiden Töchter der Familie Franz-Josef Fendt, die das Unternehmen in der vierten Generation führen.

Gesamte Länge bei 120 Metern

Nach dem positiven Votum im Stadtrat ist nun die Bauverwaltung des Landratsamtes Ostallgäu mit der Anfrage für den Hallenkomplex am Siemensring befasst. Die Dimension der fünf einzelnen Hallen ist beachtlich: Zusammen ergeben sie eine Länge von 120 Metern, in der Breite sind es 64 Meter.

Das Vorhaben überragt die Firsthöhe, die im Bebauungsplan auf zehn Meter festgesetzt ist, bei den vier Lagerhallen um drei Meter. Beim Hochregallager sind es gar 10,50 Meter mehr, wie Marion Schmidt vom Stadtbauamt neulich in der Sitzung des Bau-, Verkehrs- und Werkausschusses erklärte. Zudem würde die festgesetzte Baugrenze im Nordosten des Grundstückes leicht überschritten.

Die Stadträte im Ausschuss stimmten einmütig für die Befreiungen von den Festsetzungen im Bebauungsplan. Carl Singer (Freie Wähler) erachtete die Höhe des Hochregallagers mit gut 20 Meter in der Mitte des Industriegebietes als „unproblematisch“; er könne sich einen solchen Baukörper dort „ohne Weiteres“ vorstellen.

Andreas Grieser (CSU) war wichtig, dass die Dimension von 20 Metern Höhe ja nur auf das Hochregallager zutreffe, aber keinesfalls auf den gesamten Hallenkomplex. Vroni Diepolder (CSU) drückte ihr „Bauchweh“ aus, weil der Baukörper im vorderen Bereich die bisher zulässige Höhe um 100 Prozent überschreite. Sie vertrat die Meinung, die Thematik sei leichter zu beurteilen, wenn ein Modell vorläge. Diepolder wollte wissen, wie aufwändig denn dazu eine Animation sei.

Ralf Baur, der Chef des Stadtbauamtes, verwies auch auf „unternehmerische Aspekte“. Das Projekt ermögliche es dem Bauherrn, „in der Branche weiter im Konzert der Großen dabei zu sein“. Die Überschreitung der festgesetzten Firsthöhe sei auf diesem Grundstück mitten im Industrie- und Gewerbegebiet anders zu bewerten als auf einer neuen, unbebauten Fläche.

jj

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