„Ja, ich will!“

Buchloe: Elfriede Klein als Bürgermeisterkandidatin der Grünen bestätigt

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In der Aufstellungsversammlung der Grünen im Stadthotel Buchloe wurde Elfriede Klein (vordere Reihe Mitte) ohne Gegenstimmen als Bürgermeisterkandidatin gekürt.

Buchloe – Nun ist es amtlich. Elfriede Klein, Jahrgang 1955, wurde im Rahmen einer Aufstellungsversammlung von den Parteimitgliedern der Buchloer Grünen zur Bürgermeisterkandidatin gekürt. Sie ist, wie bereits berichtet, die sechste Kandidatin.

Und  sie ist die einzige Frau, die in Buchloe um das Amt des Bürgermeisters beziehungsweise der Bürgermeisterin kandidiert. Konkurrenz bei den Grünen um das Amt der Bürgermeisterin hatte Elfriede Klein nicht. Mit 11:0 Stimmen wählte die kleine Ortsgruppe der Buchloer Grünen ihre Kandidatin. Die Wahlleitung hatte der Landtags­abgeordnete Dr. Günter Räder übernommen.

Sie sei von ihren Freunden immer wieder gefragt worden, ob sie sich das wirklich antun wolle, erzählte Elfriede Klein und ihre Antwort sei immer gewesen „Ja, ich will“. Sie schilderte auch die Gründe für ihre Kandidatur. Als leidenschaftliche Kommunalpolitikerin im Stadtrat wolle sie die Zukunft Buchloes aktiv mitgestalten.

Neben ihren kommunalpolitischen Erfahrungen könne sie auch auf Verwaltungserfahrung verweisen. Zuerst bei der Justiz, später beim Zoll und dann beim Bundesvermögensamt, heute „Bundesanstalt für Immobilienaufgaben“ (BImA) genannt. Zu den Tätigkeiten hätten Rechnungsprüfung ebenso gehört wie die Mitverwaltung des Vermögenshaushaltes. 1999 kam die gebürtige Buchloerin als Objektmanagerin zu der BIMA-Abteilung Liegenschaften des Bundes in Bayern.

Seit 15 Jahren ist Elfriede Klein freigestellte Personalrätin in der Behörde. „Es ist ein heißer Stuhl zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern.“ Kompromissfähigkeit sei dort gefragt, sagte sie unserer Zeitung. „Genau diese Stärke traue ich mir zu und auch die Verwaltungserfahrungen vielseitiger Art bestärken mich darin, mich für das Amt zu bewerben“.

Tschernobyl prägt politisches Interesse

Den Auslöser für ihr politisches Engagement sei der Atomunfall von Tschernobyl im Jahr 1985 gewesen. Der Tag, an dem ihre Tochter zehn Jahre alt geworden war. Dass von einem Tag auf den anderen ihre Kinder wegen der radioaktiven Belastung nicht mehr draußen spielen durften, habe ihren Blick auf die Gesellschaft und die Umwelt sensibilisiert und geschärft.

Nach Brasilien brennt es jetzt in Australien, Malaysia versinkt wieder einmal im Wasser und Afrika vertrocknet. Klein betonte, es scheine, dass wir auf einer „friedlichen Insel“ in Buchloe leben würden. Aber die Wetterlagen würden auch bei uns extremer.

„Ich will was verändern“, sagte Elfriede Klein. „Ich will Verantwortung für Buchloe übernehmen, damit Buchloe auch Verantwortung übernimmt, die Folgen des Klimawandels einzudämmen.“ Ihr größter Wunsch, aber auch ihr größtes Ziel sei es, dass Buchloe klimaneutral wird. Dazu hat sie einen Katalog erarbeitet, wie man dieses Thema angehen könne.

Siegfried Spörer

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