Emmi Fendt Preis vergeben

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TANJA SOYTER Marktoberdorf – Seit 2007 verleiht die Initiative Stadtentwicklung Marktoberdorf e. V. (ISM) den Emmi Fendt Preis an Bauherren, die mit ihren Neubauten oder Renovierungen die Stadt verschönern. Jeder Marktoberdorfer kann sich um den Preis bewerben. Voraussetzung: Die Objekte sollen die Wohn- und Lebensqualität in Marktoberdorf steigern. Die Bürger und Bürgerinnen können sich somit aktiv an einem einheitlichen Städtebau und Stadtbild beteiligen. Zur Bekanntgabe der Preisträger lud die ISM vergangenen Donnerstag in die Filiale der VR-Bank nach Marktoberdorf. „Wir ehren die Menschen, die mit ihrem Bauvolumen etwas Gutes für die Stadt tun. Wir wollen uns so bei ihnen bedanken“, erklärte der 1. Vorsitzende der Initiative, Franz-Josef Fendt. Der Emmi Fendt Förderpreis besteht aus einem Kunstwerk im Wert von 2000 Euro. Ein in Bronze gegossenes Seil des Bildhauers Bruno Wank, steht für Zugkraft und Zusammenhalt. „Jeder Preisträger erhält ein Stück des Seils. Es sagt aus, dass wir alle an einem Strang ziehen“, so Fendt. Die drei ausgewählten Juroren, Regine Widmann, Anton Häfele und Wolfgang Bolz, haben sich in der Folgezeit intensiv mit den Bewerbungen auseinandergesetzt. Daraus ergab sich eine Abweichung von den Vorgaben: Für 2009 gab es keine Auszeichnung in der Kategorie „Gewerbe und Industrie Renovierung“, dafür aber zwei Preise in der Kategorie „Wohnen Neubau und Renovierung“. In der letztgenannten Kategorie erhielt die Wohnungsbaugenossenschaft Marktoberdorf mit dem Wohnquartier in der Froelichstraße die Auszeichnung. „Die Sanierung der in den 50er Jahren entstandenen Miethäuser ist besonders gelungen. Sie steigern die Lebensqualität und bereichern Marktoberdorf. Das Konzept, auf Zäune komplett zu verzichten, fördert die Kommunikation in dem Gebiet“, urteilte die Jury. Ebenfalls in dieser Kategorie erhielten Susanne David und Thomas Weinmüller den Emmi Fendt Preis für die Sanierung des Einfamilienhauses am Graben 11. „Das junge Paar hatte den Mut, das im Jahr 1911 erbaute Haus zu sanieren. Sie haben die Schönheit des Gebäudes erkannt und die vielen positiven Qualitätsmerkmale erhalten und sogar verstärkt“, so Architekt Wolfgang Bolz. „Stadtentwicklung heißt nicht, alles abzureißen und neuzubauen, sondern die Geschichte des Gebäudes zu erhalten“, schloss Bolz seine Rede. In der Kategorie „Neubau Gewerbe und Industrie“ wurde der Neubau des Geschäftshauses in der Meichelbeckstraße und damit die Familie Neth ausgezeichnet. „Die Errichtung des Geschäftshauses mit Ladenflächen im Erdgeschoss und Büroflächen im Ober- und Dachgeschoss ist vorbildlich. Das Objekt passt in die Stadt und zur Stadt“ erläuterte Zimmermeister Anton Häfele. Die Jury verlieh dieses Jahr erstmals einen Sonderpreis. Diesen erhielt die Stadtverwaltung Marktoberdorf für den Neubau der Kindertagesstätte in der Schwabenstraße. „Die Stadtverwaltung errichtete ein in Form und Aussehen einmaliges Gebäude“, so die Jury. Die erste Passivhaus-Kindertagesstätte Bayerns sollte „die Grundgedanken von Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit vereinen“, erklärte Stadtbaumeister Peter Münsch. „Die KiTa ist das günstigste Objekt, das 2009 in der Stadt erbaut wurde. Wir hoffen, dass es zu mehr Passivhausbauten motiviert“.

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