Knotenpunkt Mindelheimer Straße (B 16) / Türkheimer Straße

Verkehrssicherheit wird erhöht

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Brennpunkte: Die Einmündungen von „Türkheimer Straße“ und „Am Staffelwald“ in die Mindelheimer Straße lassen immer wieder gefährliche Verkehrssituationen entstehen.

Kaufbeuren – Die Mindelheimer Straße als nördliche Ein- und Ausfahrtsachse für Kaufbeuren ist durch den gestiegenen Fahrzeugverkehr bereits in besonderer Weise belastet. Zumal die Planung einer Westtangente als Umgehung bereits vor Jahrzehnten hätte in Angriff genommen werden müssen.

Hinzu gekommen sind neuralgische Punkte, die gerade in Stoßzeiten die Autofahrer häufig auf eine Geduldsprobe stellen und auch zu durchaus gefährlichen Situationen führen können. Dazu zählen insbesondere die Einmündungen an der „Türkheimer Straße“ und „Am Staffelwald“. Hier plant die Stadt nun zusammen mit dem Staatlichen Bauamt Kempten als anteiligem Baulastträger der Bundesstraße unter anderem jeweils eine Ampelanlage.

Laut Stadtverwaltung stellt sich die derzeitige Verkehrssituation am Knotenpunkt Mindelheimer Straße (B 16) / Türk­heimer Straße vor allem für die Linksabbieger als unbefriedigend dar. Auch sei der Knotenpunkt die letzte noch nicht umgesetzte signifikante Maßnahme zur Verbesserung der Verkehrssicherheit im Stadtgebiet gemäß einer Unfallstudie von 2012. Die Errichtung einer Ampelanlage mit stadteinwärts situierter Linksabbiegespur in die Türkheimer Straße war bereits Teil einer Projektstudie und gilt als umsetzbar.

Starker Verkehrszuwachs

Im Hinblick auf das weiter wachsende Baugebiet „Am Kaiserweiher“ ist ferner mit einer starken Verkehrszunahme im Bereich der Einmündung „Am Staffelwald“ zu rechnen. Eine Prognoseberechnung der Leistungsfähigkeit für 2030 zeigt gemäß Büro Prof. Kurzak hier Handlungsbedarf. Eine ausreichende Fähigkeit könne für den Prognosefall in den Abendstunden nicht mehr erzielt werden. Durch die Errichtung einer Signalisierung der Einmündung, ohne maßgeblichen baulichen Eingriff, werde die Leistungsfähigkeit auf die beste Qualitätsstufe erhöht.

Zur Umsetzung der verkehrlichen Verbesserungen der Mindelheimer Straße an den Knotenpunkten „Türkheimer Straße“ und „Am Staffelwald“ wird derzeit eine Planung erarbeitet. Da es sich bei der Mindelheimer Straße um eine Bundesstraße handelt, muss sich das Staatliche Bauamt (SBA) an den entstehenden Kosten gemäß Bundesfernstraßengesetz beteiligen. Für den Bereich der Türkheimer Straße liegt die Kostenbeteiligung bei etwa 80 Prozent, bei der Einmündung „Am Staffelwald“ beträgt sie etwa 75 Prozent.

Zusätzliche Deckensanierung

An den Gesamtkosten in Höhe von rund 912.000 Euro muss sich die Stadt mit etwa 283.000 Euro beteiligen. Ferner plant das SBA im Zuge der Umgestaltung der Knotenpunkte eine Deckensanierung der Mindelheimer Straße, von der Türkheimer Straße bis einschließlich zur Espachstraße im Süden. Diese Kosten gehen vollständig zulasten des SBA.

Der Beginn der Baumaßnahme ist für Anfang September und die Fertigstellung bis Mitte Dezember geplant. Die bisher vorhandene Bedarfsampel für Fußgänger zwischen den beiden neuen Ampelanlagen entfällt dann zukünftig. Dr. Thomas Jahn (CSU) bezeichnete die Mindelheimer Straße als „Staustrecke“ und sprach von einem „großen Problem für die nächsten zehn Jahre“. „Hier sind grundlegende Gedanken erforderlich, mit denen sich der Stadtrat beschäftigen muss“, so Jahn. Der Ausschuss gab seine einstimmige Empfehlung für das Bauvorhaben.

von Wolfgang Becker

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