Entscheidung erneut vertagt

Die Entscheidung über die Zukunft des Klinikverbundes Ostallgäu-Kaufbeuren wird auf den 27. Juli 2011 vertagt. Das teilte gestern der Verwaltungsratsvorsitzende Stefan Bosse mit. Demnach hätten sich er und Landrat Johann Fleschhut einvernehmlich auf diese Vorgehensweise geeinigt. Der Grund: Kienbaum braucht Zeit, um neue Vorschläge zu prüfen, darunter auch der, ein Krankenhaus in eine andere kommunale Trägerschaft abzugeben.

Eigentlich wollte heute der Verwaltungsrat des Klinikverbundes eine Entscheidung treffen, nachdem die Sitzung vom 26. Mai ohne Ergebnis vertagt wurde. Jetzt also braucht die Beraterfirma Kienbaum mehr Zeit, um zum einen zu prüfen, inwieweit sich Änderungen bei der Verteilung der Leistungen auf die einzelnen Krankenhäuser auswirken können und zum anderen, wie sich eine Auslagerung eines Krankenhauses in eine andere kommunale Trägerschaft gestalten könne. Bosse machte jedoch klar, dass es sich dabei nicht um einen Verkauf an ein privates Unternehmen handle. „Ziel muss es sein, das Defizit nachhaltig zu reduzieren und Lösungen zu finden, die auch auf Dauer tragfähig sind“, betonte der Verwaltungsratsvorsitzende. Wie berichtet, fand die Entscheidung, alle fünf Häuser zu erhalten, bei gleichzeitiger Spezialisierung, in der Sitzung des Verwaltungsrates keine Mehrheit. Auch eine mögliche Schließung des Krankenhauses Marktoberdorf stieß auf viel Widerstand. Die Vorsitzende des Vereins Freunde und Förderer des Krankenhauses Marktoberdorf, Ulrike Propach, steht dieser Entscheidung einer erneuten Vertagung positiv gegenüber: „Ich bin hoch erfreut über den vernünftigen Ansatz, vertieft die weiteren Möglichkeiten für die Klinikgruppe zu prüfen und der anstehenden Entscheidung auch die nötige Reife zu gönnen.“

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