Fachmarktzentrum: OB Bosse will erst im Mai darüber beraten lassen

Neuer Stadtrat entscheidet

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Wie es beim Forettle weitergeht, entscheidet erst der neue Stadtrat.

Kaufbeuren – Der noch amtierende Stadtrat wird nicht mehr über die Bauleitplanung für das Forettle abstimmen. Gerüchten, die behaupteten, man wolle auf der letzten Sitzung mit einer eigenen Mehrheit der CSU bezüglich des Bauprojekts "Fakten schaffen", schob die Stadtspitze mit dieser Nachricht nun einen Riegel vor.

Immer wieder keimten in jüngster Zeit Gerüchte auf, dass der noch amtierende Stadtrat mit den alten Mehrheitsverhältnissen in seiner letzten Sitzung im April Fakten (Billigung der Bauleitplanung) für das Fachmarktzentrum (FMZ) im Forettle schaffen wollte. Angeheizt wurden die Gerüchte auch durch das Ergebnis der Kommunalwahl, denn die CSU hat ihre absolute Mehrheit im Stadtrat verloren. Diesen Gerüchten schob jetzt OB Stefan Bosse einen Riegel vor. 

Die Stimmung in den politischen Lagern im Zuge der Suche nach einer Ertüchtigung des Forettles (Fachmarktzentrum, Wohnbebauung) konnte auch im Wahlkampf unterschiedlicher nicht sein. Während die CSU und die Kaufbeurer Initiative (KI) sich klar für ein FMZ positionieren, können die anderen Parteien sich aktuell nicht mit dem Vorhaben anfreunden. Zwar sei wohl angedacht gewesen, in der Aprilsitzung des Stadtrates die vorliegende Planung zu billigen (als Voraussetzung für die öffentliche Auslegung), doch aufgrund der Verschiebung der Mehrheitsverhältnisse nach der Stadtratswahl will OB Bosse den alten Stadtrat nicht mehr darüber entscheiden lassen. 

Wie Bosse auf Anfrage desKreisboten betonte, sei diese Sache von „grundlegender Bedeutung“ für Kaufbeuren. Daher solle der neue Stadtrat über die ersten Verfahrensschritte beraten. Die Entscheidung, den alten Stadtrat nicht mehr mit diesem Projekt zu befassen, fiel im Übrigen in Abstimmung mit dem Berliner Investor Dr. Aldinger, so Bosse. Nun soll also das neu zusammengesetzte Gremium in seiner konstituierenden Sitzung Anfang Mai den Bebauungsplan auf den Weg bringen. Aktuell würde die Verwaltung in Abstimmung mit dem Investor letzte Details für den Bebauungsplan erarbeiten, der dann dem Stadtrat vorgelegt wird. 

Wie berichtet, hatten die Freien Wähler zudem bereits einen Antrag gestellt, die Entscheidung über das Forettle zu vertagen und sich darüber zu beraten, wie man die Entwicklung der angrenzenden Flächen gestalten könnte. Dazu Bosse: „Die für das FMZ nötigen Flächen sind objektiv nur zu einem sehr geringen Anteil für Wohnen zu gebrauchen. Dagegen bleibt im übrigen Bereich, inklusive Parkstadion, ein riesiges Areal für ein mögliches neues Wohnquartier. Ich denke dass es die Möglichkeit für einen Konsens gibt, und die sollten wir nutzen“. 

In diesem Zusammenhang wollen Bosse und Aldinger im Vorfeld der Stadtratssitzung im Mai mit allen Fraktionen das Gespräch suchen. 

Darüber hinaus findet am 1. April der nächste Bürgerinfoabend der Stadt zum Thema „Fußgängeranbindung des FMZ an die Altstadt“ statt. Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr im Stadtsaal. von Kreisbote

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