Episodenfilm mit Gag-Garantie und altbekannten Kultfiguren

"Kinotipp: Bullyparade – Der Film"

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Das Chaosteam wieder vereint: Rick Kavanian, Michael Herbig und Christian Tramitz.

Mit den Komödien „Der Schuh des Manitu”, „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1” und dem Animationsfilm „Lizzy und der wilde Kaiser” lieferte Michael „Bully“ Herbig nach der beliebten TV-Serie „Bullyparade” Unterhaltung in Spielfilmlänge. Die Jahre sind vergangen und die Fans warteten auf Fortsetzungen der amüsanten Geschichten. Nun ist es endlich soweit und Michael Herbig erobert mit Christian Tramitz, Rick Kavanian und Sky du Mont wieder die Kinoleinwand, diesmal mit einem abenteuerlichen Episodenfilm.

Inhalt

Die Brüder Jens und Jörg Kasirske reisen „Zurück in die Zone“, um die Wiedervereinigung zu verhindern. In „Winnetou in Love“ treffen Old Shatterhand und der Häuptling der Apachen nach einer langen Zeit wieder aufeinander. Ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt, da eine Hochzeit ansteht und Kopfgeldjäger zu den ungeladenen Gästen zählen. Jahre später planen Kaiser Franz und seine Sissi in „Wechseljahre einer Kaiserin“ ein Schloss in Bayern zu erwerben, doch in der Probenacht machen sie eine unliebsame Entdeckung. „Lutz of Wallstreet“ verspekuliert sich an der New Yorker Börsenwelt und muss mit den Konsequenzen hadern, während ein „Planet der Frauen“ ausgerechnet von Captain Kork, Mr. Spuck und Schrotty gerettet werden muss.

Rezension

Durch eine sehr lose Rahmenhandlung miteinander verbunden, erzählt „Bullyparade – Der Film“ in Episoden, wie es um die beliebten Charaktere der Bullyparade steht. Man trifft aber nicht nur auf die bekannten Figuren Franz, Sissi, Captain Kork und seine Crew sowie Old Shatterhand und den Häuptling der Apachen, sondern auch auf völlig neue Figuren. Dank der Aneinanderreihung der Episoden fühlt man sich direkt an die TV-Show erinnert, in der die Sketche quer durch die Geschichten sprang. Michael Herbig, Christian Tramitz und Rick Kavanian nehmen ihre bekannten Rollen ein und unterhalten das Publikum mit innovativen Gags und flotten Sprüchen. Die einzelnen Kapitel sind lustig und liefern zahlreiche Lachmomente, die aus der Situationskomik heraus entstehen.

Doch in der Kürze liegt leider nicht die notwendige Würze, um den Film als absoluten Knaller betiteln zu können. Die Geschichten wirken wahllos aneinandergereiht und lassen keine Gemeinsamkeit für eine größeres Thema erkennen. Nichts desto trotz finden sich die bekannten Running-Gags der Serie und der alten Filme wieder und sorgten für unbändige Kinounterhaltung. Was Herbig und seinen Kumpanen dort einfällt, ist schier unglaublich. Und auch die detailreichen und mit viel Liebe zum Detail erschaffenen Kulissen versprühen das Flair einer einzigartigen Reise quer durch Raum, Zeit und Genres.

Natürlich werden auch bekannte Blockbuster persifliert und das moderne Leben ordentlich durch den Kakao gezogen. Dass das Ganze mit einer großen Portion Klamauk daherkommt, erwarten die Fans und werden auch nicht enttäuscht. Man würde sich nur wünschen, dass die einzelnen Kapitel um einiges länger ausfallen mögen, um mit den Lieblingsfiguren in den alten Zeiten zu schwelgen.

Die extrem kurzen Gastauftritte von Til Schweiger, Elyas M´Barek und Matthias Schweighöfer lockern das Ganze noch einmal mehr auf, da auch sie kein Blatt vor den Mund nehmen und den Titelhelden in den kurzen Momenten schon einmal die Show stehlen.

Für Bully-Fans der Alt- und Neuzeit und für all jene, die auf ungezwungene Unterhaltung stehen, lohnt sich der Kauf eines Kinotickets absolut. Doch man sollte seine Erwartungen auf den Film etwas herunterschrauben und sich lieber mit der Vorstellung vertraut machen, dass man sich lediglich fünf kleine Kurzfilme voller Freunde, Spaß und Humor ansehen wird, anstatt eines voll ausgereiften Blockbusters.

von Sandy Kolbuch

Zum Film:

Originaltitel: Bullyparade – Der Film

Land: Deutschland

FSK: 6

Regisseur: Michael Herbig

Darsteller: Michael Herbig, Christian Tramitz, Rick Kavanian, Sky du Mont, Cornelia Ivancan u.a.

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