Ein erfolgreicher Klassiker in Kaufbeuren

31. Berufs-Info-Tag im Sparkassenforum zieht viele Jugendliche an

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Gastgeberin Sparkasse suchte mit dem Spruch „Bock auf Bank?“ nach zukünftigen Mitarbeitern.
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Björn Mellies, Leiter der FOS-BOS und Vorsitzender des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft, zitierte Cicero und Goethe.
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Bei der AOK durfte man virtuelle Schnellbälle werfen.
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Beim V-Markt gab’s Bananen für potentielle Azubis.
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Mayr Antriebstechnik lockte diesmal mit einem Glücksrad. Jedes zweite Feld gewann und für die leeren Felder gab’s immerhin Gummibärchen.
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Bei der Maler-Innung fängt man schon ziemlich früh mit der Nachwuchsgewinnung an...
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Dobler setzte mit einem großen Kickertisch auf den menschlichen Spieltrieb.
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Der wieder in der Kaiser-Max-Straße aufgestellte zweistöckige ME-InfoTruck informierte mit modernster Informationstechnik über die interessanten Berufsbilder in der Metall- und Elektro-Industrie.

Kaufbeuren – Sie wurden wieder kräftig umworben, die Jugendlichen und ihre Eltern, die sich am vergangenen Sonntag beim 31. Berufs-Infotag des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft im Sparkassen-Forum bei Ausbildungsbetrieben und Bildungseinrichtungen oder in Vorträgen über Karrieremöglichkeiten informiert haben.

Während der Bundesverband der Gablonzer Industrie mit Bausteinaufgaben das räumliche Vorstellungsvermögen testete, ließ die Raumausstatter- und Sattlerinnung die Interessenten lederne Handy-Ladetaschen anfertigen. Bei AOK und Linara durfte in eine virtuelle Realität eingetaucht werden, und Dobler und Sensortechnik Wiedemann setzten mit einem großen und einem kleinen, aus Metall gefertigten Kickertisch auf den menschlichen Spieltrieb, um Interessenten anzulocken. Im Sparkassen-Gewölbe wurde bei der Maurerinnung „hochgestapelt“ oder bei den Malern Meeresgetier aus Beton farbig angepinselt. Außerdem gab es natürlich jede Menge Werbegeschenke. Dem bei guter Beschäftigungslage nach wie vor bestehenden eklatanten Fachkräftemangel versuchen die Betriebe entgegenzuwirken, indem sie aktiv um die besten Schulabsolventen werben und durch Schnupperpraktika oder duale Studiengänge und Betriebsakademien frühzeitig vielversprechenden Mitarbeiternachwuchs an sich binden. Über die interessanten Berufsbilder in der Metall- und Elektro-Industrie (ME) informierte mit modernster Informationstechnik der wieder in der Kaiser-Max-Straße aufgestellte zweistöckige ME-InfoTruck.

Wie wichtig die Informationsplattform des Berufs-Infotags sowohl für Schulabgänger als auch für die Unternehmen der Region ist, beweist die ständig wachsende Zahl der Aussteller. Über 70 Unternehmen und Institutionen mit rund 170 Berufsbildern stellten 2020 einen absoluten Teilnehmerrekord dar. Ganz neu waren darunter dieses Jahr die Deutsche Bahn, Amazon und die Firma Höbel.

„Bei Beginn des Jünglingsalters, zu einer Zeit, da unsere Einsicht noch schwach ist, entscheidet sich jeder für den Beruf. So kommt es, dass die meisten bereits an eine bestimmte Berufs- und Lebensbahn gefesselt sind, ehe sie noch zu beurteilen vermögen, was für sie das Beste sein würde.“ Das hatte der römische Philosoph und Staatsmann Marcus Tullius Cicero bereits vor über 2000 Jahren festgestellt, und daran hat sich bis heute nicht viel geändert, wie Björn Mellies nach den Grußworten von OB Stefan Bosse und vom Schirmherrn MdB Stefan Stracke anmerkte. Mellies ist Schulleiter der Kaufbeurer FOSBOS und seit vorletztem Jahr Nachfolger von Rudolf Wisbauer als Vorsitzender des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft Kaufbeu­ren. Mit dem Appell „Was immer du tun kannst oder träumst, es zu können – fang damit an!“ (ein Zitat von Goethe) übergab Mellies dann das Wort an Franz Endhart, Vorstandsvorsitzender der wie immer gastgebenden Sparkasse, der den Tag eröffnete. Wie seine Vorredner wünschte er, dass möglichst viele an diesem Tag ihren Traumberuf oder Traum-Mitarbeiter finden sollten.

Obwohl die Besucherzahlen schließlich leicht unter dem Vorjahresniveau blieben, sind die Anlaufstellen und Ausbildungsbetriebe gezielter angesteuert worden. So konnten sich die Aussteller doch über einen gelungenen Messetag mit intensiven Gesprächen freuen. Der Berufs-Infotag ist für die Recruiting­arbeit der Ausbildungsbetriebe ein fester Bestandteil ihrer Arbeit, bei dem eine Vielzahl von Ausbildungsverträgen entsteht.

von Ingrid Zasche

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