Erfolgreiches Pilotprojekt

Erste Abschlussfeier an der Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe Buchloe

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Sichtlich erleichtert nahmen im Beisein von Regierungsschuldirektor Jens Schmitt, Landrätin Maria Rita Zinnecker, Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse, Buchloes 1. Bürgermeister Josef Schweinberger und der Schulleitung sowie dem Lehrkörper der Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe Buchloe neun Absolventinnen und zwei Absolventen die heiß ersehnten Abschlusszeugnisse entgegen.

Buchloe – Vor ziemlich genau einem Jahr, am 1. August 2018 – die Schule für Krankenpflegehilfe hatte soeben ihren Betrieb aufgenommen – nahmen insgesamt 15 Schülerinnen und Schüler ihre Ausbildung zu Pflegefachhelfern in Angriff.

In kürzester Zeit hatte damals die Stadt Buchloe in der Schrannenstraße Container mit rund 260 Quadratmetern Nutzfläche zur Verfügung gestellt. Sie waren nach Fertigstellung des Kindergartens frei geworden. Eine Interimslösung, die sich zwischenzeitlich, trotz gewisser Startschwierigkeiten, als gute und brauchbare Lösung herausstellte. Kürzlich konnten in den Schulräumen im Rahmen einer Schlussfeier die begehrten Zeugnisse überreicht werden. Neun Absolventinnen und zwei Absolventen hatten bis zum Schluss durchgehalten und können sich nun offiziell Krankenpflegehelferinnen und Krankenpflegehelfer nennen.

„Sie sind damit wichtige Assistenten der Gesundheits- und Krankenpfleger“, erklärte Regierungsschuldirektor Jens Schmitt. „Sie können nun nach Absprache eigenverantwortliche Tätigkeiten in der Pflege übernehmen.“ In enger Verknüpfung von Theorie und Praxis habe man hier an der KHP-Schule in Buchloe die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen sowohl in fachlichen Inhalten wie auch in manuellen Fähigkeiten ausgebildet. Dabei habe aber auch die Weiterentwicklung der individuellen Persönlichkeit eine wichtige Rolle gespielt, sodass nun am Ende der Schulzeit die selbstständige Bewältigung berufstypischer Aufgabenstellungen möglich sei. Mit dem Bestehen der Abschlussprüfung hätten alle bewiesen, die gestellten Anforderungen mit Bravour erfüllt zu haben. „Lernen Sie aber unbedingt weiter. Lehnen Sie sich nicht zurück! Sie sind noch nicht am Ende ihres Erkenntnisgewinnes. Vieles müssen Sie noch lernen und insbesondere erfahren. Lassen Sie sich darauf ein und seien Sie offen für Neuerungen und Änderungen“, so Regierungsschuldirektor Jens Schmitt zum Abschluss seiner Ansprache. „Haben Sie Freude an Ihrem Beruf und gehen Sie mit Freude weiter. Treffen Sie viele gute und stets richtige Entscheidungen für ihre Zukunft, die bereits jetzt begonnen hat.“

Auch Landrätin Maria Rita Zinnecker und Buchloes 1. Bürgermeister Josef Schweinberger würdigten in ihren Grußworten den Durchhaltewillen. „Sie haben sich hoffentlich während Ihrer Schulzeit am „Buchloer Genachstrand“ wohlgefühlt“, meinte schmunzelnd Buchloes Rathauschef. Während Landrätin Zinnecker mit einem gewissen Stolz feststellte, dass man das „Pilotprojekt Buchloe“ erfolgreich bestanden habe und zu Beginn des neuen Schuljahres im August ein neuer Kurs, mit zwischenzeitlich 18 gemeldeten Teilnehmern, stattfinden wird. „Wir setzen bei uns im Ostallgäu weiter auf eine eigene Ausbildung und werden die Pflege noch weiter ausbauen, denn hier handelt es sich um eine Ausbildung mit Zukunft.“

Nach einer Ansprache von Stefanie Kohler vonseiten der Schulleitung, in der noch einmal die große Bedeutung dieses Tages hervorgehoben wurde, schließlich beginne für die jungen Leute nach einem arbeitsreichen Jahr ein völlig neuer Lebensabschnitt, ließen die beiden Schülerinnen Paulina Wentzel und Chantal Valetoux das zurückliegende Schuljahr noch einmal Revue passieren, unterstützt durch eine Diashow von Jazzea Böhm.

Dann folgte der Höhepunkt dieser Festveranstaltung. Regierungsschuldirektor Jens Schmitt überreichte, als wohlverdienten Lohn intensiven Lernens, die heiß ersehnten Abschlusszeugnisse an elf überglückliche und stolze „neue“ Krankenpflegehelferinnen und -helfer.

Sie haben es geschafft:

Jazzea Böhm, Maria Brugger, Brigitte Feniki, Romana Gregori und Maria Probst. Sie gehen alle in eine weiterführende dreijährige Ausbildung nach Kaufbeuren. Tobias Hamberger wechselt ins Altenheim Schwabmünchen, Tamara Häfner bleibt in Buchloe und wird in der Station C ihren Dienst antreten, Florian Tessmer im Krankenhaus Schongau. Dijana Prikaski, Chantal Valetoux und Paulia Wentzel werden in Kaufbeuren auf den Stationen E1, E2 und B1 bereits sehnlichst erwartet.

von Klaus-Dieter Körber

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