Erfolgreiches Vereinsjahr

Eröffnung des Neuen Feuerwehrmuseums war Ziel und Höhepunkt

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Zum Ehrenmitglied im Feuerwehrmuseumsverein wurde Gründungsmitglied, langjähriger Helfer und Ideengeber Anton Heider (li.) ernannt. Vorsitzender Helmut Winkler (re.) dazu: „Er war immer da, wenn man ihn brauchte.“

Kaufbeuren/Ostallgäu – Der Vorsitzende des Feuerwehrmuseums Kaufbeuren-Ostallgäu, Helmut Winkler, blickte in der Jahreshauptversammlung erfreut auf ein ereignisreiches Vereinsjahr 2017 zurück. Anton Heider wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Gleich zu Beginn berichtete Vorstand Helmut Winkler von einem prominenten Vereinsmitglied: „Wir haben jetzt einen waschechten bayerischen Wirtschaftsminister in unseren Reihen, Franz Josef Pschierer.“ Im Bericht des Vorsitzenden informierte Winkler anschließend über den Mitgliederzuwachs im abgelaufenen Jahr. Der Verein verfügt inzwischen über 162 Mitglieder. Mit Stolz präsentierte er die Besucherzahlen aus dem vergangen Jahr, das mit 3854 Gästen das stärkste Besucherjahr der Vereinsgeschichte war. In den vergangenen Jahren waren immer zwischen 500 und 800 Besucher im Jahr zu verzeichnen gewesen. Allein bei der Eröffnung des neuen Museumsgebäudes im Momm-Gelände am 24. und 25. Juni 2017 kamen rund 1500 interessierte Besucher. Neben den monatlichen Öffnungszeiten am ersten Samstag von 10 bis 14 Uhr und am dritten Sonntag von 13 bis 17 Uhr wurden auch insgesamt 69 Sonderführungen für Vereine, Einrichtungen, Firmen und Schulen durchgeführt. Auch zwölf Feuerwehrvereine nutzten die vielen ausgestellten Raritäten und seltenen Exemplare von Freiwilligen Feuerwehren aus der Region für einen Blick in die Feuerwehrgeschichte seit mehr als zwei Jahrhunderten. Neu angeboten habe man nun in diesem Jahr am zweiten und vierten Mittwoch im Monat von 18 bis 20 Uhr sogenannte „Schrauberabende“, bei dem das Museum geöffnet ist und an denen interessierte Technikbegeisterte zusammen mit den Mitgliedern an der Restaurierung der Exponate mitarbeiten können.

Auch nach außen wurde das Feuerwehrmuseum Kaufbeuren-Ostallgäu vertreten durch Auftritte bei Messen, feuerwehrhistorischen Fachseminaren und Oldtimertreffen. Erstmals war man auch beim Tänzelfest mit einer Kinder-Feuerwehrgruppe dabei.

Aus organisatorischen Gründen musste eine Jahreshauptversammlung aus dem November als außerordentliche Versammlung im Februar 2018 erneut angesetzt werden, erklärte Winkler. Dabei wurde gleich auch der Vorstand erweitert, um die vielen ehrenamtlichen Arbeiten auf mehreren Schultern zu verteilen. Neben dem Kassier Daniel Vetter unterstützt als stellvertretender Kassier Stefan Geyrhalter. Schriftführer Thomas Mang erhielt als Stellvertreter Michael Herkommer zur Seite gestellt und Museumsleiter Christoph Heider wird stellvertretend von Hubert Vogt unterstützt. Für die Museums­technik zeichnet Michael Gräul verantwortlich, sein Stellvertreter ist Tobias Winkler.

In seinem Kassenbericht stellte Daniel Vetter Einnahmen aus Mitgliederbeiträgen und Spenden in Höhe von 43.000 Euro vor. Die Gesamtkosten inklusive der Renovierungsarbeiten lagen bei rund 60.000 Euro. Der Gesamtverlust von etwa 17.000 Euro im Jahr 2017 sei durch frühere Spenden und Zuschüsse gedeckt. Die Kassenprüfer attestierten eine einwandfreie Buchführung, die Mitglieder folgten deren Empfehlung und entlasteten den Vorstand ohne Gegenstimmen.

In seinem Ausblick auf 2018 kündigte Vorsitzender Winkler wieder die Teilnahme an verschiedenen regionalen Treffen an. Besonders hob er dabei das Funkamateurtreffen am 24. Juni in den Räumlichkeiten des Museums hervor. Ein weiterer organisatorischer Höhepunkt werde die Tagung der Arbeitsgemeinschaft Feuerwehrmuseen AGFM Bereich Süd am 12. und 13. Oktober in Kaufbeuren sein.

Anton Heider ist Ehrenmitglied

Abschließend wurde mit Anton Heider ein Gründungsmitglied und steter Ideengeber zum Ehrenmitglied ernannt. „Er war anfangs als Beirat und Kassier im Verein tätig, war immer da, wenn man ihn brauchte, hielt Verbindung zu anderen Vereinen und zeigt gerne seine Heimatstadt“, betonte Winkler in seiner Ehrung. Heider war sehr gerührt von der Ehrung und bedankte sich: „Ich bin halt so. Ich mach‘ das gerne und irgendwie kommt immer etwas zurück.“

von Wolfgang Krusche

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