„Themen nachhaltig verorten“

Dr. Erika Rössler zur Dritten Bürgermeisterin der Stadt Kaufbeuren gewählt

+
Das Amt der Dritten Bürgermeisterin sei ihr Ehre und Freude, Verantwortung und Herausforderung zugleich, sagt Dr. Erika Rössler (CSU).

Kaufbeuren – Eine „gestandene Frau“ wurde Erika Rössler (CSU) jüngst genannt, als sie dem Stadtparlament als Dritte Bürgermeisterin vorgeschlagen wurde. Als eine Stellvertreterin des Stadtoberhaupts, die den „kreativen, weiblichen Blick“ in manch einen Entscheidungsfindungsprozess einbringen könne.

Mit großer Mehrheit wurde Erika Rössler denn auch neben Oliver Schill zur Vertreterin von OB Stefan Bosse gewählt. Ein Ehrenamt, das nun zum ersten Mal seit 2002 wieder eine Frau innehat.

Auch Rössler selbst findet, dass das gemischte Bürgermeister-Trio der Stadt gut zu Gesicht stehe. Die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte sagte gegenüber dem Kreisbote, dass Frauen eine immer größere Rolle in der Kommunalpolitik spielten. Das spiegelt sich nun auch in der Kaufbeurer Stadtpolitik wider. Erika Rössler selbst ist seit 1996 engagierte Stadträtin mit großem Interesse für das gesellschaftliche Zusammenwirken. In der aktuellen Amtsperiode wirkt sie außerdem im Verwaltungs- und Kulturausschuss mit.

Doppelrolle ist für sie nicht Neues

Gleichzeitig ist Rössler Oberärztin am Kaufbeurer Klinikum in Vollzeit und Mutter zweier mittlerweile erwachsener Kinder. Die langjährige Erfahrung, wie eine Doppelbelastung zu meistern und wie die Anforderung von Beruf und Familie zu organisieren ist, spielt ihr nun in die Karten. Sie fühlt sich gut aufgestellt, das neu erworbene Ehrenamt neben der Berufstätigkeit mit Leben zu füllen. Ende des Jahres 2020 soll ihr auch eine Teilzeitverpflichtung am Krankenhaus mehr Zeit für politische Aufgaben und Termine lassen. Das sei aktuell ihr Plan.

Die Dritte Bürgermeisterin sieht sich vor allem in der Vermittlerrolle zwischen den Bürgern und der Stadtverwaltung, als Ansprechpartnerin und Fürsprecherin beider Seiten. Sie wird, wie der Zweite Bürgermeister auch, in naher Zukunft regelmäßige Bürgersprechstunden im Rathaus abhalten. Sie freut sich darauf, nah am Bürger von deren Nöten und Sorgen zu erfahren. In Abstimmung mit Stefan Bosse und Oliver Schill wird sie zu Jubiläen und runden Geburtstagen gratulieren. 

„Wir haben schon viel getan“

Und sicher nicht die Herausforderungen aus dem Blick verlieren, deren sich insbesondere Frauen in Kaufbeuren stellen. Themen wie Chancengleichheit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf lägen ihr am Herzen, so die Medizinerin. Hier müsse man am Ball bleiben und die Situation kontinuierlich verbessern. „Wir haben schon viel getan“, resümiert sie. Und doch müsse man gerade in Corona-Zeiten die Mehrfachbelastung der Familien immer wieder ins Blickfeld rücken.

Angelika Hirschberg

Auch interessant

Meistgelesen

Kaufbeurer Arbeitskreis Asyl feiert 30-jähriges Jubiläum
Kaufbeurer Arbeitskreis Asyl feiert 30-jähriges Jubiläum
 „Die Lage ist verheerend“ – humedica entsendet zweites Team nach Beirut
 „Die Lage ist verheerend“ – humedica entsendet zweites Team nach Beirut
Renter aus Buchloe soll Buben Ohrfeigen verpasst haben
Renter aus Buchloe soll Buben Ohrfeigen verpasst haben
Betrüger ergaunert am Telefon über 7000 Euro von 19-Jähriger aus Biessenhofen
Betrüger ergaunert am Telefon über 7000 Euro von 19-Jähriger aus Biessenhofen

Kommentare