Erinnerung an einen Alpenmaler

Kunstverein und Kulturwelt Marktoberdorf laden zum Segantini-Festival

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Das „Segantini-Festival“ ist die erste Veranstaltung, die von den beiden Kultur-Vereinen gemeinsam begangen wird, ein kleines (wie es die Veranstalter nennen), ein feines Festival mit Vorträgen, Musik und Kino. Veranstalter und Protagonisten der Segantini-Tage in Marktoberdorf sind der Pianist Martin Vatter (v. li.), Wilhelm Keitel, Vorsitzender des Kunstvereins, die Malerin Anna Engert und Christoph Thoma, Vorsitzender des Vereins Kulturwelt.

Marktoberdorf – Giovanni Segantini, Meister der Hochgebirgsmalerei Ende des 19. Jahrhunderts, bringt erstmals Kunstverein und Kulturwelt Marktoberdorf zusammen. Besser gesagt, der berühmte Alpenmaler Segantini stellt das Thema, unter dessen Dach sich die Kulturschaffenden der Kreisstadt gerne vereint haben und ein Festival organisieren, das zur (Wieder-)Entdeckung des Freilichtmalers einlädt.

Die beiden Vorsitzenden der Kulturvereine Wilhelm Keitel (Kunstverein), international erfahrener Dirigent und Musikproduzent, sowie der Journalist Christoph Thoma (Kulturwelt) wollen enger zusammenarbeiten. „Dies scheint uns im Sinne des Kulturlebens unserer Stadt“, bestätigte Thoma bei der Vorstellung des Festivalprogramms vergangene Woche. Die Segantini-Tage sollen darüber hinaus nicht die einzige Veranstaltung bleiben, bei der sich die Kräfte der beiden Kulturvereine bündeln lassen. „Wir haben Übereinstimmungen entdeckt und wollen Synergien nutzen“, sagte Thoma.

So inspiriert der vornehmlich im Engadin wirkende Künstler Segantini nun fast 120 Jahre nach seinem Tod die Kulturschaffenden in Marktoberdorf, sich dem Maler mit Vorträgen, Referaten und Filmen diesseits der Alpen zu nähern und breiten Raum für den gemeinsamen Dialog zu ermöglichen.

Zur Eröffnung lädt am Freitag, dem 20. April, der Journalist Christoph Thoma zur poetischen Bilderreise „Über den Bergen der Himmel: Giovanni Segantinis Suche nach dem Licht“ in die filmburg. Christoph Thoma, Vorsitzender der Kulturwelt Marktoberdorf, ist ausgewiesener Engadin-Kenner und seit Jahren auf den Spuren Segantinis in den Bergen unterwegs. Ergänzt wird Thomas Vortrag durch die Bildhauerin und Malerin Anna Engert aus Ruderatshofen, die sich in einem eigenen Teil Segantini von künstlerischer und emotionaler Seite annähert.

Am zweiten Abend, dem 21. April, zeigt die filmburg um 18.30 Uhr den preisgekrönten und viel beachteten Dokumentar- und Künstlerfilm „Segantini – Magie des Lichts“ von Regisseur Christian Labhart aus dem Jahr 2015. Beide Abende werden musikalisch von Pianist und Komponist Martin Vatter begleitet und umrahmt. „Ein Glücksgriff“, wie Organisator Christoph Thoma sagte. Denn wie Segantini versuchte, Licht und Augenblick auf die Leinwand zu bannen, so gelänge es auch Martin Vatter spontane Eindrücke und Stimmungen in Musik umzusetzen. Der Pianist wird darüber hinaus auch Kompositionen seiner neuesten CD „Homeland“ präsentieren.

Als Ehrengäste der zweitägigen Veranstaltung kündigte Christoph Thoma die Enkelin des Malers, Gioconda Leykauf-Segantini aus Maloja an. Darüber hinaus werden die Naturparfümeurin Beate M. Nagel aus Oy-Mittelberg (die einen Duft mit dem Namen „Luce di Segantini“ kreiert hat) sowie einige Werke des Malers Ernst Heckelmann (dessen bevorzugte Motive ebenfalls die Berge sind) beim Festival in Marktoberdorf erwartet.

Kleines Segantini-Festival Marktoberdorf

Freitag, 20. April, 19 Uhr und Samstag, 21. April, 18.30 Uhr, filmburg Marktoberdorf

Reservierung/Vorverkauf über das Kulturbüro im mobilé, Tel. 08342/40185, und E-Mail an ­info@mobile-marktoberdorf.de.

von Angelika Hirschberg

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