Jetzt wird ermittelt

Marktoberdorfer Schüler veröffentlichen Fotos von nackter Mitschülerin

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Symbolbild

Marktoberdorf – Gegen sechs Jugendliche einer Marktoberdorfer Schule ermittelt die Polizei. Sie sollen in einer klasseninternen Whatsapp-Gruppe Bilder einer unbekleideten Mitschülerin eingestellt haben. Die Fotos hätten sich dann laut Polizei wie ein Lauffeuer an der Schule verbreitet.

Gegen die sechs Jugendlichen wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dieser Vorfall stellt laut der Beamten längst kein Einzelfall dar. So haben die Beamten immer häufiger mit gleichgelagerten Fällen zu tun, was auch in den entsprechenden Präventionsunterrichten ausführlich thematisiert werde. „Die psychischen Konsequenzen und Leiden der Opfer sind unbeschreiblich und führten in der Vergangenheit in besonders tragischen Fällen sogar zum Suizid“, berichtet die Polizei.

Kein Kavaliersdelikt

Aber auch aus strafrechtlicher Sicht sei es alles andere als ein Kavaliersdelikt. Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs, Verbreitung von Pornographie in unterschiedlichsten Varianten, Verstößen gegen das Kunsturheberrechtsgesetz sind in dutzenden Fällen schnell erfüllt. 

Die Konsequenzen für die Beteiligten sind laut Polizei aber nicht erst durch Post der Staatsanwaltschaft oder des Gerichts spürbar. Die Smartphones werden beschlagnahmt und entweder monatelang oder überhaupt nicht mehr an die Betroffenen ausgehändigt. 

Eltern in der Pflicht

Neben der Ermittlungsarbeit und der Präventionsunterrichte der Polizei seien aber auch die Eltern gefordert. „Sehr häufig sind diese völlig ahnungslos was sich alles auf den Smartphones des Nachwuchses ansammelt. Nur mit erhöhten Anstrengungen von allen Seiten kann dieser Trend aufgehalten werden“, so die Polizei.

kb

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