Uneinigkeit im Stadtrat

Kaufbeuren – Konsens herrschte im Stadtrat darin, dass die Sanierung der Fußgängerzone von großer Bedeutung ist. Uneinig waren sich jedoch die Räte bei der Bestimmung von vier Sachpreisrichtern, die zusammen mit Fachpreisrichtern über die Sieger beim Wettbewerb bestimmen.

Bevor die Sachpreisrichter bestimmt wurden, stellte Oliver Schill (Grüne) den Antrag, Christine Degenhart „als die bayerische Expertin auf dem Gebiet Barrierefreiheit“ als Beraterin einzusetzen. Stadtplaner Manfred Pfefferle sah darin keinen Mehrwert, nur mehr Kosten in Höhe von etwa 6000 Euro. Außerdem habe man schließlich ein Sachverständigenbüro, das sich um die Belange zur Barrierefreiheit kümmere. 

Schill hielt das Geld für gut investiert, zumal Degenharts Fachkompetenz für zusätzliche Qualität sorge. Mit ihrer Mehrheit im Kollegium lehnten die Fraktionen CSU und KI gegen die Stimmen der Opposition die Einbeziehung Degenharts ab. 

Um unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen, wurde bereits im Bauausschuss beschlossen, aus jeder Fraktion einen Sachpreisrichter zu stellen. Mit Ernst Schönhaar (CSU), Robert Klauer (KI) , Ulrike Seifert (Grüne) und Johannes Espermüller (FDP) sowie mit den Stellvertretern Ottmar Maier (FW), Helga Ilgenfritz (SPD, beide ständig anwesend), Catrin Riedl (SPD) und Gerhard Limmer (CSU) wurde das Preisgericht nach dieser Vorgabe besetzt. 

Gegen die Ernennung von SPD-Stadtrat Ralf Baur, der ehemals als Baureferent der Stadt tätig war, als Sachpreisrichter stimmten 20 Stadträte.

von Martina Staudinger

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