"Wie hätte ich damals reagiert?"

Eröffnung der Ausstellung "Kaufbeuren unterm Hakenkreuz" regt zum Nachdenken an

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Das Tänzelfestplakat 1935 trägt Hakenkreuze und das Tänzelhölzle muss 1937 dem Fliegerhorst weichen.

Kaufbeuren – Seit 2015 Kritik laut wurde an der lückenhaften Dauerausstellung zum Thema NS-Zeit im Kaufbeurer Stadtmuseum, hatte sich Museumsleiterin Petra Weber mit einem dreiköpfigen Projektteam daran gemacht, diese Lücken zu füllen. Nun läuft die Ausstellung bis 17. Mai 2020.

Bei der Ausstellungsentwicklung ging das Stadtmuseum einen besonderen Weg und bezog interessierte Bürger sowie zehn Kooperationspartner aus der Stadtgesellschaft in die Spurensuche mit ein.

Rund 50 Objekte aus der Zeit hatte ein Aufruf an die Kaufbeurer Bürger erbracht. Die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern aus der Stadtgesellschaft trug zusätzliche Recherche-Ergebnisse sowie Film- und Hörbeiträge ein. Vergangenen Donnerstag wurde nun das Ergebnis der langen Vorbereitung präsentiert.

Wegen der überaus zahlreichen Anmeldungen fand die Eröffnung der Ausstellung „Kaufbeuren unterm Hakenkreuz. Eine Stadt geht auf Spurensuche“ nicht im Stadtmuseum, sondern im Sparkassenforum statt – und selbst dort mussten einige Eröffnungsbesucher stehen.

Im Anschluss daran hatten die Gäste Gelegenheit, sich im Stadtmuseum einen ersten Eindruck von der Ausstellung zu verschaffen, die vom 1. November 2019 bis zum 17. Mai 2020 läuft. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen neben dem Dialog mit den Bürgern lokale Geschichten und Biografien. Auf sechs Themeninseln zu „Stadtverwaltung“, „Tänzelfest und Fliegerhorst“, „Zwangsarbeit“, „Antisemitismus“, „Rassenhygiene“, Euthanasie“ und „Museum“ wird in Schlaglichtern die Geschichte Kaufbeurens im Dritten Reich erzählt.

Lesen Sie einen ausführlichen Bericht zur Eröffnung der Sonderausstellung in der nächsten Ausgabe.

iza

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