Feuerwehrmuseum: Über 10.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit werden belohnt

Mit einem "Plopp" eröffnet

1 von 1
Zahlreiche Gäste feierten im ehemaligen Ballenlager im Momm-Gewerbepark die Eröffnung des Neuen Feuerwehrmuseums Kaufbeuren-Ostallgäu.

Kaufbeuren/Ostallgäu – Mit einer Feierstunde wurde das Neue Feuerwehrmuseum Kaufbeuren-Ostallgäu am vergangenen Freitag eröffnet.

Zahlreiche Gäste und Sponsoren konnten sich bei einer kurzen Führung ein Bild von dem Erreichten machen. Anschließend wurde zusammen mit den aktiven Helfern im ehemaligen Ballenlager des Momm-Gewerbeparks gefeiert.

„Hoch leben“ ließ man das neue Feuerwehrmuseum bei der Eröffnungsfeier. Der Moderator Rupert Waldmüller konnte zunächst nicht glauben, dass bei einem Fest der Feuerwehr kein Bier auf den Tischen stand. Als Überraschung wurde dann das neueste „Steigerbier“ (Anm.: Steigen mit Leitern zur Menschenrettung und zur Brandbekämpfung“) der Aktien Brauerei Kaufbeuren verteilt, dass es nur für die Freiwillige Feuerwehr Kaufbeuren gebe. Nachdem jeder Besucher eine Flasche mit Bügelverschluss in der Hand hielt, wurde eingezählt: Bei drei donnerte ein „Plopp“ aus 150 „Steigerbieren“ durch das ehemalige Ballenlager und das neue Feuerwehrmuseum war eröffnet.

„Ein wirklich großer Stein ist von mir abgefallen“, meinte Helmut Winkler, der Vorsitzende des Feuerwehrmuseumsvereines Kaufbeu­ren Ostallgäu auf die Frage, wie es ihm jetzt gehe. „Es fühlt sich an, als ob man in eine neue Wohnung gezogen ist“. Viele, die hier mitgearbeitet hätten, seien bis tief in die Nacht hinein dabei gewesen, auch viele Junge, und dann morgens wieder in ihre gewohnte Arbeit gegangen.

Hubert Weikmann, Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Kaufbeuren und starker Unterstützer des Museums, bedankte sich bei allen Helfern für die erhaltene Unterstützung, die in über 10.000 Arbeitsstunden das Feuerwehrmuseum in die heutige Form gebracht hatten. Anerkennung habe man als Verein schon jetzt erfahren, indem der Feuerwehrmuseumsverein Kaufbeuren-Ostallgäu von 70 auf 170 Mitglieder gewachsen sei. Weikmann dankte auch für die tolle finanzielle Unterstützung, die man von allen Seiten erhalten hatte, nicht nur als Geld-, sondern auch als Sachspenden. Neue Aufgaben stünden aber schon wieder an: „Jetzt haben wir das neue Museum eingerichtet, jetzt müssen wir es auch betreiben“. Passend zu den Begrüßungsreden untermalte die Blechbläsergruppe „Blechklappen“ aus Hirschzell, an Stelle der sonst gewohnten Blasmusik, mit der eigens einstudierten barocken Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel.

Der Staatssekretär im bayerischen Wirtschaftsministerium, Franz Josef Pschierer, überbrachte seine Glückwünsche und erinnerte an 7000 freiwillige Feuerwehren in Bayern, die nicht nur beim Brandschutz helfen, sondern auch technische Hilfsmittel bereithielten. Gleichzeitig überbrachte er eine erste Besuchsanfrage der gesamten Mindelheim Feuerwehr für das Neue Feuerwehrmuseum.

Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse erzählte in seinem Grußwort, wie er den Freunden des Feuerwehrmuseums zum Beginn der Planungen eine „Vorwärtsstrategie“ angeraten hatte: „…und dann gingen sie ab, wie die Feuerwehr“.

Der stellvertretende Landrat Lars Leveringhaus bezeichnete das neue Feuerwehrmuseum als wichtiges Instrument im Landkreis, um Feuerwehrwesen bekannt zu machen und MdB Stephan Stracke (CSU)erklärte, dass hier Stadtgeschichte abgebildet werde mit Geräten, die früher Hightech-Produkte waren.

Ausdrückliches Lob erhielten die Freunde des Neuen Feuerwehrmuseums Kaufbeuren-Ostallgäu vom Leiter des Deutschen Feuerwehrmuseums in Fulda, Rolf Schamberger. Er fordere von einem Museum: „sammeln, bewahren, erhalten, präsentieren“. Alles das sei hier in einem „Modell Kaufbeuren“ mit moderner Präsentationstechnik in Szene gesetzt worden: „Geschichte kann auch spannend sein“.

Am Samstag konnten dann auch die Kaufbeurer Bürger beim Tag der offenen Tür das neue Museum bestaunen. Ein Bericht folgt in der nächsten Ausgabe.

Von Wolfgang Krusche

Auch interessant

Meistgelesen

Positive Kernaussage
Positive Kernaussage
Qualität soll lenken
Qualität soll lenken
Unfall durch Geisterfahrer: Verursacher stirbt
Unfall durch Geisterfahrer: Verursacher stirbt
Betrunkene Jugendliche pöbeln in Buchloe
Betrunkene Jugendliche pöbeln in Buchloe

Kommentare