Kurzzeitladen in der Kaufbeurer Sparkassen-Passage

„Pop-up Laden“: Neue kreative Ideen

+
Zur Eröffnung der „Kleinen Wechselstube“ in der Sparkassen-Passage bekam die erste Ladenmieterin Jeanette Pfeilschifter (2. v. li.) die besten Wünsche von Angelo Piciero (stellvertr. Vorstandsmitglied, li.), OB Stefan Bosse (2. v. re.) und Stefan Fritz (Geschäftsführer VWEW).

Kaufbeuren – In der Sparkassen-Passage soll, nach den Worten des stellvertretenden Vorstandsmitgliedes Angelo Piciero, frischer Wind Einzug halten. Schließlich würden schon seit einiger Zeit entsprechende Ladenflächen ungenutzt leer stehen. Und so wolle man verstärkt darum bemüht sein, mit neuen Ideen die repräsentative innerstädtische Passage zu beleben. Ein erster Schritt dazu ist ein kürzlich neu eröffneter „Pop-up Laden“. Eine Idee von Erhard Strinzel, dem ehemaligen Marketing-Chef der Sparkasse.

Es handelt sich dabei nach den Vorstellungen Strinzels um eine Art „Kurzzeitladen“. Das bedeutet ein zeitlich begrenzter Laden, der gewöhnlich an oft ungewöhnlichen Orten eröffnet, also „aufpoppt“ und nach einiger Zeit wieder „dicht gemacht“ wird und verschwindet. Nun, dieser neue „Pop-up Laden“ in der Sparkassen-Passage befindet sich mit Sicherheit an keinem ungewöhnlichen Ort. Das dahinter steckende Konzept ist jedoch, wie Oberbürgermeister Stefan Bosse bei der Eröffnung erklärte, zumindest für Kaufbeuren und Städte gleicher Größenordnung äußerst ungewöhnlich.

Als Dauereinrichtung von der Sparkasse für ein derartiges Modell vorgesehen, soll die Ladeneinheit – wie ja schon der Name „ Wechselstube“ sagt – zeitlich befristet als Verkaufsraum, Showroom oder Werkstätte vermietet werden. Mit diesem Konzept will man aber auch gleichzeitig eine Plattform für innovative und kreative Ideen, Produkte und Konzepte schaffen. Wechselnde Akteure, Kunstschaffende und kreative kleinere Unternehmen können sich und ihre Produkte und Projekte auf kleiner überschaubarer Fläche in einem Zeitraum zwischen vier Wochen und einem halben Jahr präsentieren. Dabei werden die Räumlichkeiten von der Sparkasse Kaufbeuren zu einem vergünstigten Mietpreis zur Verfügung gestellt. Die Vereinigten Wertach-Elektrizitäts-Werke sponsern den Strom für den Laden.

Der für diesen „Pop-up Laden“ gewählte Name „Kleine Wechselstube“ soll zum einen daran erinnern, dass man sich in der Passage der Sparkasse befindet, wo „Wechselgeschäfte“ ein Begriff sind. Andererseits ein treffender Hinweis auf das Konzept mit stets wechselnden Ladenmietern. Dabei verspricht sich Kaufbeurens Stadtoberhaupt, dass die „Kleine Wechselstube“ ein Sprungbrett für die jeweiligen Nutzer ist, um nach dem Auszug im Zentrum Kaufbeurens mit ihrer Geschäftsidee dann auch sesshaft zu werden. Die Stadt stehe jedenfalls voll hinter diesem Konzept.

Bis in den Februar hinein haben sich drei Damen eingemietet, die vielen Kaufbeurern beispielsweise von der gern besuchten Vorweihnachtsausstellung im Stadtsaal bekannt sein dürften. Jeanette Pfeilschifter, Ingrid Loos und Gabriele Flex-Ulbrich bieten dabei „Schönes für Frau und Mann“ an. Sie sind selbst zurecht neugierig wie das Ganze in ihrem Fall funktioniert und ihre angebotenen Keramiken, Schmuck- und Glaskunstartikel sowie erlesenes Textil-Design im neuen kleinen Laden angenommen werden.

von Klaus-Dieter Körber

Auch interessant

Meistgelesen

Blitzschlag zerstört Windrad
Blitzschlag zerstört Windrad
Vermisste Ostallgäuerin tot aufgefunden
Vermisste Ostallgäuerin tot aufgefunden
Millionenstadt Kaufbeuren?
Millionenstadt Kaufbeuren?
Einfamilienhaus in Buchloe in Flammen
Einfamilienhaus in Buchloe in Flammen

Kommentare