Neues Schmuckstück zum Baden

Eröffnung des neuen Freibades in Unterthingau

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Das neue Freibad in Unterthingau wurde mit viel ehrenamtlicher Arbeit fertiggestellt und lädt zum Plantschen und Erholen ein.

Unterthingau – Bei 18 Grad Luft-und 14,8 Grad Wassertemperatur wurde am Samstag das Freibad gesegnet und eröffnet. Pfarrer Edward Wastag gestaltete zusammen mit der Musikkapelle Unterthingau den Festgottesdienst im Festzelt.

Bernhard Dolp, Erster Bürgermeister, erzählte in seiner Festansprache aus der früheren Zeit des Freibades, als das Wasser noch aus der Kirnach kam und auch dorthin zurückfloss. In den letzten Jahren seien dann mehr und mehr Probleme mit den zuständigen Behörden aufgetreten, die letztendlich eine Wasseraufbereitungsanlage forderten. Da aber dafür kein Geld zur Verfügung gestanden hätte, musste das Bad geschlossen werden. Danach war guter Rat teuer und einige Markträte und interessierte Bürger nahmen sich der Sache an. Sie besuchten andere Bäder, um sich über deren Lösungen zu informieren. Als Ergebnis daraus wurde der Verein Freibad Unterthingau gegründet und man kam mit der Gemeinde überein, wenn der Verein die Helfer stellen könnte, würde die Gemeinde die Materialkosten bis maximal 350.000 Euro übernehmen. „Und so wurde mit unsagbar viel Engagement der Helfer, zusammen mit Fachleuten eine Lösung entwickelt“, berichtete Dolp. Mit den beauftragten Firmen habe man ebenfalls viel Glück gehabt und die Helfer waren fast rund um die Uhr im Einsatz, schwärmte der Erste Bürgermeister.

Mit den Worten „Was daraus geworden ist, sehen wir heute hier“, stellte Dolp den Anwesenden das neue Freibad vor. Es sei ein „gemeinsames Meisterwerk ganz, ganz vieler Beteiligter“. Als Zeichen der Dankbarkeit und der Verbundenheit überreichte Bürgermeister Dolp ein großes Gemeindewappen an die beiden Vorstände Brigitte Hartmann und Siegfried Maschke.

Brigitte Hartmann berichtete in ihrer Ansprache aus der Gründungszeit des Freibadvereins im Jahr 2013. Im Herbst 2017 habe man dann mit der Arbeit an der Ausgleichsschicht begonnen. „Wichtig war uns auch ein Kinderbecken“, betonte Hartmann. Man habe jede Spende gesammelt und war sie auch noch so klein. Heute habe man ein Schmuckstück. Auch aktuell würden noch Spenden eintreffen, die man noch gut gebrauchen könne. 3.100 Helferstunden seien insgesamt geleistet worden, stets in guter Zusammenarbeit mit der Gemeinde.

Neben Dankbarkeit an die Teams ging ihr Dank auch an die Ehefrauen und die Kinder, die den Papa für die Bauarbeiten hergeben mussten. Abschließend wies sie nochmals darauf hin, dass am Eröffnungstag kein Badebetrieb sei. Angesichts der Wassertemperatur erhielt sie dafür lautstarkes Gelächter von den Anwesenden.

Zweiter Vorstand Siegfried Maschke bewertete den Umbau eigentlich als Neubau. Wegen der Kostenfrage für die Technik zur Erhaltung der Wasserqualität, legte man sich auf ein etwas kleineres Becken fest. Auch entschied man sich bereits 2018 für die Beschaffung eines Rollrasens, was sich heute in einem satten, starken Rasen zeigte. Es seien 570 Quadratmeter Pflaster verlegt worden, 18 Tonnen Eisen und 240 Kubikmeter Beton, sowie 620 Tonnen Sand und Kies verbaut worden. Für den Betrieb des Schwimmbades hätten die mehr als 800 Mitglieder des Vereins Teams gebildet. So gebe es das Rasenteam, das Becken- und das Technik-Team, sowie das Kiosk-Team, jeweils bestehend aus sechs bis acht Personen. Unterstützung werde noch gerne angenommen. Pfarrer Edward Wastag wertete die gemeinsamen Arbeiten am Schwimmbad als ein schönes Zeichen von Nächstenliebe.

Christian Röck aus Unterthingau besuchte mit seiner Familie auch die Eröffnung und meinte begeistert zum Freibad: „Es ist super, weil wir damit im Sommer einen Treffpunkt haben, ohne dass man weit wegfahren muss“.

von Wolfgang Krusche

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