Neues Feuerwehrhaus in Buchloe wird mit Aktionstag offiziell eingeweiht

Ein Tag rund ums Blaulicht

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Stolz sind die Buchloer, und hier vor allem die Mitglieder der Feuerwehr, auf ihr neues Gebäude mit dem markanten Turm.

Buchloe – „So manche große Stadt wäre froh, wenn sie solch ein Feuerwehrhaus hätte“ – diese Einschätzung hört man derzeit häufig in Buchloe und Umgebung. Entsprechend waren die Eröffnungsfeierlichkeiten. 5,8 Millionen Euro hat das Schmuckstück mit dem markanten Turm insgesamt gekostet.

Es war ein Großereignis für die Stadt. Die Freiwillige Feuerwehr rief und die Buchloer kamen am letzten Wochenende zu tausenden mit Kind und Kegel, um ihr neues Feuerwehrgerätehaus „in Besitz zu nehmen“. Und es kamen nicht nur die Buchloer. Das halbe Ostallgäu war vertreten. Zu sehen gab es alles, was mit „Blaulicht“ zu tun hat – quasi eine Leistungsschau der Sicherheits- und Rettungsbranche. 

Bereits seit Mitte November letzten Jahres nutzen die Buchloer Floriansjünger und natürlich auch -jüngerinnen das neue Gebäude an der A96 mit dem markanten Turm der Schlauchtrocknungsanlage. Die Gesamtkosten lagen bei 5,8 Millionen Euro. Die alte Wache in der Schrannenstraße war schon lange zu klein geworden. Die offizielle Einweihung der neuen Wache hatte man aus Wettergründen auf den Mai verschoben. Vier Tage lang feierten nun die Buchloer die offizielle Einweihung ihres neuen Gerätehauses mit Gottesdienst, Festzelt, Bieranstich, Party und allem was sonst noch dazu gehörte. Mehr oder weniger alle 140 aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr waren im „öffentlichkeitswirksamen Einsatz“. Der Donnerstag gehörte den Vereinen und Betrieben. Es war die Aufgabe des Bürgermeister, das erste Fass Bier „o’ zu zapfen“. Josef Schweinberger meisterte dies routiniert mit zwei Schlägen und einem Sicherheitsschlag. Am Freitag gab es dann eine Riesenparty mit der „Alpenmafia“ im Festzelt. Rund 2000 Besucher waren bei dieser langen Nacht der Feuerwehr. 

Das Wochenende hatten die Verantwortlichen um Kommandant Thomas Ogiermann und Feuerwehrvereinsvorsitzenden Günter Forstner als „Blaulichttage“ für die Öffentlichkeit organisiert. Die Nachbargemein- de Waal war mit ihrem buchstäblich „brandneuen“ Löschfahrzeug vertreten, das in Kürze in einem weiteren Festakt gesegnet werden soll. Das Bayerische Rote Kreuz war ebenso vertreten wie die Wasserwacht Buchloe, das Technische Hilfswerk (THW), die Polizei oder der Katastrophenschutz. Rettungsübungen der Wasserwacht oder des THW überzeugten die Besucher des „Tages der offenen Tür“ vom hervorragenden Ausbildungsstand ihrer jeweiligen Organisationen. Das Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF und das Tanklöschfahrzeug (TLF) waren im pausenlosen Einsatz. Hier durften die Jüngsten mit Feuerwehrleuten in den roten Autos durch Buchloe fahren: einmal zum Bahnhof und zurück zur Wache. Auf dem letzten Stück schalteten die Fahrer schon mal die Sirene ein, für die „Kidis“ gab es zudem eine Hüpfburg – natürlich in Form eines Feuerwehrautos – Feuerlöschen, einen Polizeihubschrauber, der aktuell als Simulator zum Einsatz kommt und natürlich Kinderschminken sowie ein Zauberer. 

Die Besucher Simon Berndt aus Jengen und Manuela Kahl auch Buchloe kamen mir ihren Kindern Maximilian (2), Sophia (5), Fiona (9) sowie Lorenz (5) und waren begeistert. Nicht nur von der „tollen Organisation der Veranstaltung“, sondern auch von der Leistungsfähigkeit der Buchloer Feuerwehr. Sie mussten daher gar nicht erst von Bürgermeister Josef Schweinberger von der Sinnhaftigkeit der Investition in das neue Gebäude überzeugt werden. Das Stadtoberhaupt kam in seiner eigenen Feuerwehruniform und stand den Bürgern auch Rede und Antwort. „Mein letzter Feuerwehreinsatz war vor zwei Wochen“, sagte Schweinberger, der immer, wenn er Zeit hat, bei Einsatzalarmierungen dabei ist. „Alle Gespräche, die ich hier geführt habe, haben gezeigt, dass unsere Bürger verstehen, dass wir das Geld sinnvoll investiert haben“ resümierte er gegenüber dem Kreisboten. Eine Art „Großalarm“ erwartete auch die Partnerinnen der Feuerwehrleute im Vorfeld des Wochenendes. Die privaten Backöfen waren im Dauereinsatz. Für den Samstag hatten die Frauen 100 Kuchen gebacken, für den Sonntag sogar 150. 

Die Einnahmen aus dem Essens- und Getränkeverkauf fließen dem „Verein der Freiwilligen Feuerwehr Buchloe e.V.“ zu, erzählte Christine Forstner, engagierte Ehefrau des Vereinsvorsitzenden Günter Forstner. „Natürlich garantieren wir auch an solchen Festtagen die Einsatzfähigkeit unserer Feuerwehr“, sagte Kommandant Thomas Ogiermann gegenüber unserer Zeitung. 25 der 140 aktiven Feuerwehrmänner und -frauen hatten somit am Wochenende Einsatzbereitschaft. Die Fahrzeuge waren außerhalb geparkt, „so kommen wir jederzeit weg“, betonte Ogiermann. von csp

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