Ein erster Schritt zum Rundweg

Ein Lichtblick am Bärensee: Der geplante Rundwanderweg lässt sich nach dem Beschluss des Stadtrates wohl verwirklichen. Foto: Becker

Nach vielen Jahren des Stillstandes und der Diskussion für die Gestaltung von Naherholungsmöglichkeiten im Umfeld der Wertachstadt kommt Bewegung in dieses Thema. Nach Erörterung der im Bauausschuss einstimmig empfohlenen Vorlage stimmte der Stadtrat in großer Geschlossenheit mit einer Gegenstimme für die Umsetzung des „Naherholungskonzepts Bärensee“.

Das von Stadtbaumeister Toni Immler erstellte Konzept besteht aus vielen Einzelmaßnahmen. Der Stadtrat verfolgt jedoch zunächst zwei Prioritäten: die Umsetzung eines Rundweges um den Bärensee und einen Steg über die Wertach in der Verlängerung des Auweges in Hirschzell. Noch einmal entspann sich eine lebhafte Diskussion im Plenum, nachdem Ulrike Seifert von den Grünen die Abstimmung mit weiteren Konzepten und Vorgaben des Wasserwirtschaftsamtes Kempten in Frage stellte. Sie befürchtete außerdem Einschnitte im Landschaftsschutzgebiet. Oberbürgermeister Stefan Bosse erläuterte, dass alle Konzepte abgestimmt würden und jede Einzellösung einer Prüfung unterzogen werde. Die spätere Umsetzung sei mit Hürden und Ausgleichsmaßnahmen verbunden, aber „alle Dinge gehen“. Und rechtswidrige Ansätze gäbe es keine. Bürgermeister Gerhard Bucher (CSU) stellte klar, dass es keinen „Eventpark“ im großen Stil gäbe, sondern der See für alle erlebbar sein solle. „Schnellstmöglich mit der denkbar schonendsten Maßnahme anfangen und nicht alles schlecht reden“, schlug Dr. Thomas Jahn (CSU) vor. Katharina Wiedemann (FW) kritisierte, dass aus ihrer Sicht mit der Vorlage aus dem Bauausschuss der Anschein erweckt worden sei, es sei alles vorgegeben und jetzt müsse man anfangen. Damit habe sich ein Zwiespalt aufgetan zwischen den Vorgaben und dem, was man beschließen wolle. Dem widersprach Bosse und betonte, die Beschlussempfehlung sei klar formuliert und niemand habe den Eindruck erweckt, die Dinge seien schon verabschiedet. Bürgermeister Ernst Holy sah großen Handlungsbedarf für alle Bürger und insbesondere für Familien. Viele Gemeinden würden Kaufbeuren um die vorhandenen Möglichkeiten beneiden. Ernst Schönhaar und Gerhard Limmer (beide CSU) sprachen sich für die Annahme der Beschlussempfehlung aus. Schönhaar stellte für seine Fraktion fest, dass man froh sei, wenn „es einen Schritt weitergeht“. Limmer wies darauf hin, dass es im Vorfeld Veranstaltungen gegeben habe und sich Bürger auch außerhalb der Träger öffentlicher Belange äußern konnten. Alle Maßnahmen würden im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen für den Landschaftschutz umgesetzt. Im Übrigen gebe es genügend Beispiele, wo bei deutlich sensibleren Rahmenbedingungen, wie beispielsweise im Nationalpark „Bayerischer Wald“, verträgliche Lösungen gefunden worden seien. Ein Antrag von Seifert auf Beschlussänderung der vom Bauausschuss empfohlenen Vorlage wurde abgelehnt. Mit einer Gegenstimme billigte das Plenum anschließend das Naherholungskonzept mit den vorgeschlagenen Prioritäten.

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