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Erstes Kaufbeurer After-Work-Treffen

Wie bringen wir wieder mehr Leben in die Innenstadt?

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Leerstände in der Innenstadt: Es wäre schon hilfreich, erst einmal die verwaisten Schaufenster und Fassaden wieder zu dekorieren.

Kaufbeuren – In einer Umfrage wurde festgestellt, dass ein großes Interesse der Bürger an einer Möglichkeit des zwanglosen und freundschaftlichen Meinungs- und Erfahrungsaustauschs zu aktuellen Themen der Stadtentwicklung besteht. Diese sollen jetzt die After-Work-Treffen bieten, zu denen der Tourismus und Stadtmarketing e.V. künftig regelmäßig einladen wird.

Bereits das erste Treffen in diesem Jahr war gut besucht, etwa fünfzig Bürger kamen in der Lounge des Flairhotel am Kamin zusammen. Sie trafen dort Verena Ridder, Geschäftsführerin der Kaufbeuren Marketing und Touristikinformation und Bilgi Dikkaya-Kaufmann, die seit vergangenem Herbst als City-Managerin tätig ist – und eben viele andere Kaufbeurer, die Neues erfahren und ihre Meinung und Anregungen für die Zukunft der Stadt einbringen wollen.

Verena Ridder informierte zuerst über den Stand der Vorbereitungen des Markttages am verkaufsoffenen Sonntag, dem 5. Mai. Dieser Markt, so erfuhren die Teilnehmer des Treffens, ist nicht nur als ein Kunsthandwerksmarkt geplant, sondern als ein Kunst- und Kulturfestival in der gesamten Innenstadt. Dazu sollen Musik- und Theatergruppen, Straßenkünstler, aber etwa auch ein Streetfood-Angebot gehören.

Aber noch ist das Programm nicht fertig, Interessenten können sich also mit ihren Angeboten, etwa für Stände oder Auftritte, direkt an Ridder wenden. „Ich würde mich sehr freuen, wenn in nächster Zeit noch viele interessante Ideen an mich herangetragen werden, die für einen bunten Frühlingsmarkt sorgen“, ermutigte die Geschäftsführerin die anwesenden Einzelhändler, Gastronomen und Gewerbetreibenden, die sich an der Vorbereitung und Ausgestaltung des Marktes beteiligen wollen.

Diese Aufforderung wird sicherlich ein Echo finden, betrifft sie doch ein Thema, das offensichtlich viele Kaufbeurer bewegt, und das auch beim After-Work-Treffen, insbesondere in den kleinen Gesprächsrunden, heiß diskutiert wurde: Die Attraktivität der Innenstadt. Die derzeitigen Leerstände von Verkaufsflächen und auch Wohnungen oder die Schließung von Eiscafés rücken diese Fragen wieder in den Fokus des Interesses.

Citymanagerin Dikkaya-Kaufmann beantwortete dazu konkrete Fragen, etwa, wie das Bild der Innenstadt im Moment verbessert werden kann, solange es noch an Nachzug in den leer stehenden Geschäften mangelt. „Wir sind dazu in Kontakt mit Eigentümern, Interessenten und Immobilienfirmen, um etwa Zwischennutzungen von Leerflächen anzustoßen“, informierte sie. „Das beinhaltet auch die Möglichkeit, dass Schaufenster von anderen Gewerbetreibenden genutzt werden, oder dass hier Kunst ausgestellt wird.“ Die Citymanagerin steht auch für weitere Auskünfte dazu bereit, bietet Unterstützung mit Rat und Tat an.

Um in diesem Bereich voranzukommen wird es jedoch noch beträchtlicher Anstrengungen bedürfen, denn die Stadt Kaufbeuren existiert ja nicht im luftleeren Raum einer historischen, kuschligen und gemütlichen Struktur. In Zeiten der Digitalisierung, der neuen Medien mit ihren breiten Angeboten und des Versandhandels sind Strukturveränderungen sicherlich unvermeidbar. „Allerdings“, meint etwa Larissa Lüder-Pethke, die seit 30 Jahren ein Geschäft in der Innenstadt betreibt, „kann die Lösung doch nicht sein, dass die Fußgängerzone nur noch von Handyläden flankiert wird“. Auch sie wünscht sich, wie viele der Anwesenden, wieder mehr Leben im Zentrum, so, wie es früher einmal war. Das gilt auch für die Citymanagerin Dikkaya-Kaufmann, war sie doch im vergangenen Jahr mit der Vision angetreten: „Das pulsierende Leben der Kaufbeurer Innenstadt, so wie ich es aus meiner Jugend kenne, soll der heutigen Zeit entsprechend wieder neu aufleben.“

Ob und wie das gelingt, wird die Zukunft zeigen. Aber um es möglich zu machen, ist ganz sicher die Mitarbeit der Kaufbeurer Bürger unverzichtbar. Und sei es nur, dass sie ihre Ideen und Initiativen in den After-Work-Treffen vorstellen. Diese finden an jedem ersten Donnerstag im Monat statt, das nächste also am 7. März. Weitere Informationen zu den kostenfreien Veranstaltungen, zur Anmeldung und über den Kontakt zu Tourismus Marketing und Citymanagement unter www.kaufbeuren-tourismus.de und natürlich regelmäßig im Kreisbote.

von Ingo Busch

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