Verlegung mit Künstler Gunter Demnig am 26. September

Erstmals „Stolpersteine“ in Kaufbeuren

Stolpersteine
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Die „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig sollen im Alltag an die Opfer des NS-Regimes erinnern.

Kaufbeuren – Am Samstag, 26. September, werden ab 9 Uhr erstmals „Stolpersteine“ für die Opfer des Nationalsozialismus in Kaufbeuren verlegt. Bei der Veranstaltung werden drei Kaufbeurer Männer und eine Frau gewürdigt, die während der NS-Zeit ums Leben kamen. Die Verlegung findet an verschiedenen Orten in der Innenstadt statt und wird durch den Künstler Gunter Demnig, dem Gründer des Erinnerungsprojekts, durchgeführt.

Das Projekt „Stolpersteine“ wird seit dem Jahr 2000 durch den Künstler Gunter Demnig und dessen „Stiftung - Spuren – Gunter Demnig“ europaweit durchgeführt. Inzwischen sind mehr als 70.000 Steine an rund 1.200 Orten in Deutschland sowie weiteren Orten in rund 23 Ländern in Europa verlegt worden. Gunter Demnig erinnert an verschiedene Opfergruppen der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort oder Arbeitsort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt.

Am Vorabend der Veranstaltung, am Freitag, 25. September, lädt das Stadtmuseum um 19 Uhr zu einem Vortrag des Künstlers Gunter Demnig ein. Die Veranstaltung findet in der Schauburg, Ganghoferstraße 6 statt, der Eintritt ist frei. Um telefonische Voranmeldung wird gebeten unter 08341/966 83 90.

Erinnerungskultur in Kaufbeuren

Angestoßen durch die Sonderausstellung „Kaufbeuren unterm Hakenkreuz. Eine Stadt geht auf Spurensuche“ beschloss der Stadtrat am 2. Dezember 2019 die Verlegung der „Stolpersteine“. Weitere „Stolperstein-Verlegungen“ sollen folgen – beispielsweise können weitere Biographien in Schul- oder Jugendprojekten recherchiert werden. Als digitale Erweiterung der Stolpersteine plant das Stadtmuseum gemeinsam mit dem Förderprogramm „Demokratie Leben!“ eine App, die in einem Stadtrundgang vertiefende Informationen zu den jeweiligen Biographien liefern soll. Die Inhalte für die App sollen in Rahmen von mehreren öffentlichen Workshops gemeinsam mit Jugendlichen erarbeitet werden.

kb

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