Für Erweiterungspläne der Firma Jos. Kaes gab es nur bedingte Zustimmung

Entscheidung vertagt

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Geplante Erweiterung: Das Unternehmen Kaes möchte am bestehenden Standort eine Kühlhalle zur Lagerung von Lebensmitteln errichten.

Mauerstetten – Für die Pläne der Firma Jos. Kaes zur Erweiterung am bestehenden Standort in Mauerstetten sieht der Gemeinderat zwar grundsätzlich keine Bedenken, möchte sich nach Auffassung mehrerer Gemeinderäte den vorgelegten Entwurf „noch einmal in Ruhe anschauen“. Zumal ihnen der Einblick in die Unterlagen erst relativ kurzfristig vor der Sitzung möglich war. Zentraler Knackpunkt ist die etwa 15 Meter hohe Wand einer neuen Halle auf der Ostseite des Unternehmens.

Wie Bürgermeister Armin Holderried erläuterte, plant das Unternehmen den Bau einer Halle mit einem abgestuften Kühllager für Obst und Molkereiprodukte bis hin zu Tiefkühlkost. Insbesondere für den östlich gelegenen Tiefkühlkostbereich ist vorgesehen, die erforderlichen Kühlaggregate quasi in einer Zwischendecke im Gebäude zu installieren, um Aufbauten der Aggregate auf dem Dach zu vermeiden, welches zudem begrünt werden soll. Dies führt zu einer Wandhöhe von rund 15 Metern, die vom Dorf aus sichtbar wäre. Hier kamen einigen Räten „Optik-Bedenken“ (Michael Marx und Werner Semptner), die von „wuchtig“ (Peter Niederthanner) bis „Sicht und Landschaft stark verändert“ (Manfred Höbel) reichte. Der Vorschlag für eine Verlagerung des Gebäudes in den Erdboden lässt sich laut Holderried aufgrund der geforderten einheitlichen Zufahrts­ebene auf dem gesamten Gelände nicht realisieren.

Martin Vater regte an, „ein Auge zuzudrücken“, da ja keine Aggregate auf dem Dach sichtbar wären. Dr. Wolfgang Völsch sprach von einer insgesamt „bedarfsgerechten Planung“, die allerdings hinsichtlich der Begrünung angepasst werden müsste. Dem schloss sich Günther Ziegler an, der ebenso wie Völsch Wert auf die Tatsache legte, dass die geplanten Werbeanlagen einer gesonderten Betrachtung unterzogen werden müssten. Um sich auch mit weiteren Details des Antrages auf Änderung des Bebauungsplanes intensiver beschäftigen zu können, vertagte sich das Gremium in diesem Punkt einstimmig bis zur nächsten Sitzung.

von Wolfgang Becker

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