Joker siegen gegen Eislöwen und Füchse – Stefan Vajs zum "Spieler des Jahres der DEL2" gewählt

ESV Kaufbeuren in Siegeslaune

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ESVK-Stürmer Jeffrey Szwez bringt die Lausitzer Füchse arg in Bedrängnis.

Kaufbeuren – Auch die beiden letzten Punktspiele der Hauptrunde meisterten die Kaufbeurer Joker mit Bravour. Nach dem erfreulichen 3:1-Auswärtserfolg bei den Dresdner Eislöwen am Freitagabend putzten die Kaufbeurer auch am Sonntagabend die Lausitzer Füchse mit 5:1 hochverdient weg.

Das bedeutet nach Abschluss der Doppelrunde Platz Fünf mit 88 Punkten und 148:125 Toren. Nur einen Punkt besser rangieren die Dresdner Eislöwen auf dem vierten Rang und sind damit der Viertelfinalgegner des ESVK. Die Runde beginnt am 14. März mit einem Auswärtsspiel in Dresden.

Eislöwen gezähmt

Am Freitagabend traten die Kaufbeurer in der Energie Verbundarena in Dresden an. Der gastgebende Tabellenvierte wollte natürlich mit einem Heimsieg das Playoff-Heimrecht vorzeitig sichern. Beim ESVK fehlte neben Matthias Bergmann, Sebastian Osterloh, Ondrej Pozivil und Sami Blomqvist. Simon Schütz spielte bei seinem Klub Ingolstadt auswärts in Bremerhaven.

Vor 3102 Zuschauern legten die Dresdener gleich flott los, aber auch die Joker hatten ihre Chancen, in den Anfangsminuten vergab Max Schmidle noch in aussichtsreicher Position, später schoss er die entscheidenden Treffer. Der erste fiel aber für die Gastgeber, die nach sieben Minuten durch ihren Topscorer Brendan Cook in Führung gingen. Sechs Minuten vor der ersten Pause fälschte dann Max Schmidle einen Schuss von Florin Ketterer der blauen Line zum Ausgleich ab.

Im zweiten Drittel waren gute Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten Mangelware, abgesehen von einem satten Pfostenschuss der Eislöwen. Nach einer 2+10-Minuten-Strafzeit gegen Florin Ketterer mussten die Joker dann zwangsweise nur mit drei Verteidigern agieren. Doch sie überstanden auch diese Phase der Partie schadlos.

Im letzten Drittel hatten die Joker nun eine Überzahlmöglichkeit und diese nutze wiederum Max Schmidle nach 47 Minuten durch ein Abfälschen eines Schusses zum 1:2. Jetzt drängten die Gastgeber vehement auf den Ausgleich, doch ESVK-Torhüter Stefan Vajs zeigte einmal mehr seine Fangkünste und ließ die Dresdner Stürmer schier verzweifeln. Die Eislöwen nahmen kurz vor Ende der Partie noch ihren Torhüter Nastiuk zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Dies nutzte ESVK-Topscorer Branden Gracel und zog auf und davon, überlief noch einen gegnerischen Verteidiger und erhöhte acht Sekunden vor Schluss zum verdienten 1:3-Auswärtserfolg.

ESVK-Trainer Andreas Brockmann nach dem Spiel: „Kompliment für diese Mannschaft, sie hat über 60 Minuten sehr diszipliniert gespielt. Einen Riesenlob aber auch an unsere sehr junge Verteidigung, die Vier haben schon in den letzten Spielen einen sehr guten Job gemacht!“

Lausitzer Füchse zu harmlos

Im letzten Hauptrundenspiel trafen die Joker auf die Lausitzer Füchse. Es ging noch um die Ausgangsposition für die nun anstehenden Playoffs. Diese Tatsache und die tollen, herzerfrischenden Auftritte des ESVK in dieser Saison löst einen erfreulichen Besucherandrang aus. Am Sonntag sahen 2335 Zuschauer ein klar vom ESVK dominiertes Spiel. Vor Beginn gedachten jedoch die Zuschauer noch an den vergangene Woche verstorbenen Ex-Trainer Toni Krinner, dem durch minutenlangen Applaus ein ehrenvoller Abschied gewährt wurde.

Zum Spiel: Nach Treffern von Karevaara, Laaksonen und Blomqvist führten die Joker nach 34 Minuten schon mit 3:0. Der Ehrentreffer der Füchse fiel in Überzahl nach einer Fehlentscheidung des schwachen Hauptschiedsrichters Eric Daniels. Dieser toppte seine „Leistung“ noch, als er kurz darauf Jeff Szwez mit einer Spieldauerstrafe nach einem Check in die Kabine schickte. Doch Simon Schütz und Daniel Oppolzer erhöhten im letzten Drittel auf 5:1 und die Fans feierten nach Spielende das gesamte Team und natürlich Trainer Andreas Brockmann für diese traumhafte Saison bislang.

Stefan Vajs Spieler des Jahres 2017

Eine hohe Auszeichnung erhielt ESVK- Torhüter Stefan Vajs auf der Gala des deutschen Eishockeys in Köln.. Er wurde von einem Komitee gewählt, welches sich aus Vertretern aller DEL2 Klubs, Sprade TV und dem Fachjournal Eishockey News zusammensetzt. Der 28-jährige mit einer Fangquote von über 93 Prozent wurde darüber hinaus auch zum besten Torhüter der DEL2 gekürt.

DNL-Team bleibt ohne Punkte

Zweimal ging es für das Kaufbeurer DNL-Team zuletzt gegen die Kölner Junghaie. Am vergangenen Samstag verloren die Jungs von Trainer Juha Nokelainen vor 150 Zuschauern mit 3:7 und am Sonntag mit 2:4 Toren gegen den amtierenden Tabellenführer der Gruppe Rot.

Schon am heutigen Mittwoch, den 8. März, starten die Pre-Playoffs, der ESV Kaufbeuren empfängt um 19.30 Uhr in der Sparkassen Arena die U19 des Iserlohner EC.

Von Wolfgang Mayr

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