Partie ESVK gegen SC Riessersee abgesagt

Stadt sperrt Eissportstadion

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Das Eisstadion des ESVK bleibt bis auf weiteres geschlossen.

Kaufbeuren – Die Stadt Kaufbeuren hat mit sofortiger Wirkung wegen Einsturzgefahr das Eissportstadion gesperrt. Die Partie zwischen dem ESVK und dem SC Riessersee in der 2. Eishockeybundesliga heute Abend wurde abgesagt. 

Wegen Einsturzgefahr hat die Stadt Kaufbeuren heute (14. Dezember) das Eissportstadion des Eishockeyvereins Kaufbeuren (ESVK) mit sofortiger Wirkung komplett gesperrt. Auch für Außenbereiche im unmittelbaren Umfeld des Stadions, wie etwa ein angrenzender Kinderspielplatz, besteht Betretungsverbot. Ein Gutachten hatte ergeben, dass insbesondere im Bereich der Tribüne die Bausubstanz erheblich mangelhaft sei. Als Gründe hierfür führte Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse (CSU) vor allem Chlorid-Einlagerungen in den Betonfundamenten der Pylone an. Statt der tolerierbaren Grenze von 0,4 Prozent Chlorid-Gehalt, liege der Wert im Eisstadion bei fünf Prozent. „Damit besteht Einsturzgefahr“, so das Gutachten des Statik-Büros Mühlberg aus Buchloe. In Folge der Sperrung der 1969 erbauten Eishalle wurde auch die für heute (Freitag14. Dezember) angesetzte 2. Eishockey-Bundesligapartie ESVK gegen SC Riessersee abgesagt. Ob der Spielbetrieb im heimischen Stadion in der laufenden Saison noch mal aufgenommen werden kann ist fraglich. Am Montag sollen Kernbohrungen in tragenden Betonteilen vorgenommen werden. „Davon erhoffen sich die Statiker weitere Informationen zu bekommen, ob das Stadtion überhaupt noch zu retten ist“, erklärte Bosse. Für den ESVK ist der aktuelle Stand bereits eine Schicksalsfrage. Der ohnehin schon finanziell auf schwachen Beinen stehende Verein, versucht noch ausstehende Heimspiele und das Training in umliegenden Stadien zu verschieben. Erste Kontakte wurden bereits mit Bad Wörishofen geknüpft. ESVK-Vorstand Andreas Settele bezeichnete die momentane Situation als „einen heftigen Schlag in den Nacken“. Er stellte klar, dass das Schicksal des Vereins untrennbar mit dem Stadtion verbunden sei. Oberbürgermeister Bosse kündigte an, dem Verein für die erste Zeit finanziell unter die Arme greifen zu wollen. So hat die Stadt unter anderem bereits Hilfe beim Ankauf von Eiszeiten avisiert. Ob die städtischen Möglichkeiten allerdings für einen eventuellen Stadionneubau ausreichen würden, ließ er offen. Er machte aber klar, den Verein in dieser schweren Zeit nicht im Stich zu lassen. Der ESVK hofft in dieser außergewöhnlichen Lage auf eine breite öffentliche Solidarität, vor allem der ESVK-Fans. Kai Lorenz

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