Der Hollywood-Star exklusiv über den neuen Streifen "96 Hours – Taken3"

Liam Neeson im Interview

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Schauspieler Liam Neeson liest den Kreisboten.

Liam Neeson kehrt am 8. Januar als ehemaliger Top-Agent Bryan Mills zurück auf die Kinoleinwand. Nach dem Riesenerfolg von „96 Hours – Taken 2“ bringt der letzte Teil die packende Kultreihe zu ihrem explosiven Abschluss, wie zu erwarten mit kompromissloser Action und jeder Menge Spannung.

Kreisboten-Redakteurin Sandy Kolbuch hat sich mit dem Hauptdarsteller vorab zu einem Interview in Berlin getroffen. 

Wie fühlte es sich an, ans Set von „Taken 3“ zurückzukehren? 

Liam Neeson: „Es war sehr spaßig. Nach dem Erfolg der ersten zwei Filme und den daraus gewonnen Erfahrungen, hatte ich die Möglichkeit, den dritten Teil von einem anderen Blickwinkel aus zu beginnen. Diesmal wussten wir, dass wir für den Kampf mehr Zeit brauchen. Als wir die Kampfszenen das erste Mal gedreht haben, sahen wir erst die vielen Elemente, die wir besser berücksichtigen mussten.” 

Nach welchen Kriterien wählen Sie ihre Projekte aus? 

Liam Neeson: „Meist nach den Qualitäten der Drehbücher. Wenn ich das Drehbuch lese und während der ersten zwanzig Seiten keine Pause einlegen muss, um mir eine Tasse Tee zu kochen, dann ist dies ein gutes Zeichen (lacht). Und dann spielt es für mich eine große Rolle, wer Regie führt, wo der Filmdreh stattfinden wird und mit welchen Kollegen ich vor der Kamera stehen würde. Während des Drehbuchlesens frage ich mich, warum der Produzent mich für die Rolle haben will? Manchmal passe ich, meiner Meinung nach, gar nicht in die Rolle. Wenn ich denke, dass ein anderer Schauspieler viel besser für die angebotene Rolle geeignet wäre, teile ich dies dem Regisseur auch mit. Der Sender BBC plante eine Verfilmung von Hilary Mantels Thomas-Cromwell-Trilogie und bot mir die Hauptrolle an. Ich kannte die fantastischen Bücher und fand, dass ich eine völlige Fehlbesetzung wäre. Selbst meine Freunde, denen ich von dem Angebot erzählte, konnten nicht glauben, dass man mich besetzen wollte. Es war einfach zu bizarr.” 

In den letzten Jahren haben Sie immer den knallharten Actionhelden gespielt. Mit „Taken 3“ endet das Franchise. Ist nun die Zeit gekommen, sich auf andere Rollen und Genres zu konzentrieren? 

Liam Neeson: „Ich werde demnächst als Priester in Martin Scorses’ historischen Drama „Silence“ zu sehen sein. In dem Film geht es um die geheime Missionsarbeit eines jungen Jesuiten, der um 1630 nach Japan reist. Der Film ist sehr brutal und stellt den Glauben in den Fokus. Der Dreh beginnt im Januar, ich werde Ende März zu dem Filmteam hinzustoßen.” 

Sie werden auch an der Seite von Sigourney Weaver in dem spanischen Film „A Monster Calls“ zu sehen sein… 

Liam Neeson: „Ja, das stimmt. J. A. Baynona führt Regie und die Geschichte basiert auf dem gleichnamigen Buch von Patrick Ness. Der Film handelt von einem Jungen, dessen Mutter stirbt. Ich spiele einen uralten Baum, der sich in ein knorriges Monster verwandelt und den Jungen jede Nacht besucht. Es ist eine wunderbare Geschichte. Ich werde mich mittels Motion-Capture in das Monster verwandeln, was für mich neu war. Es war sehr interessant, ein Teil dieser Computerwelt zu werden.” 

Vielen Dank für das Gespräch!

Lesen Sie demnächst die Kinokritik zu „Taken 3“ sowie das Interview mit Oscar-Preisträger Forest Whitaker, der im Streifen als Polizeiinspektor für „schwierige Fälle” dem Hauptdarsteller die Stirn bieten muss.

Zur Person:

Der Schauspieler William John „Liam“ Neeson kam am 7. Juni 1952 in Nordirland zur Welt. Schon während seiner Schulzeit entwickelte der Sohn eines Schulhausmeisters und einer Köchin sein Interesse für das Schauspiel und trat regelmäßig in Schulaufführungen auf. Nebenbei betätigte er sich sportlich und gewann den nordirischen Meistertitel im Boxen. Neeson studierte Informatik, Mathematik, Physik und The- aterwissenschaften, mit dem Wunsch Lehrer zu werden. 1976 brach er das Studium ab und schloss sich einer Theatergruppe an, bevor er 1979 in die Filmbranche wechselte. Für seine Darstellung in Steven Spielbergs „Schindlers Liste“ (1993) wurde er als Bester Hauptdarsteller für den Oscar nominiert. 2008 übernahm er die Rolle des Bryan Mills in „96 Hours“.

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