Neues TSFW für Frankenried

Einsatzbereit und motiviert

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Gemeindepfarrer Julius Kreuzer segnet das neue Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Frankenried.

Frankenried – Mehr als 150 Besucher aus Frankenried und den Nachbargemeinden kamen zum feierlichen Gottesdienst anlässlich der Fahrzeugweihe des neuen Löschfahrzeugs. Sie feierten auf dem Gelände der Zimmerei Höbel die Übergabe des neuen Fahrzeuges an die Freiwillige Feuerwehr Frankenried, stimmungsvoll begleitet von der Blasmusik Mauerstetten.

Der erste Bürgermeister Armin Holderried erklärte voller Stolz: „Zum ersten Mal erhält Frankenried ein neues Feuerlöschfahrzeug. Früher gab es ein Feuerlöschanhänger mit den notwendigsten Ausrüstungsgegenständen. Im Jahre 2004 bekam man von der freiwilligen Feuerwehr Mauerstetten deren ausgemustertes Fahrzeug überlassen, das inzwischen auch fast 40 Jahre auf dem Buckel hatte.“ 

Letztes Jahr hätte dann der Gemeinderat beschlossen, die freiwillige Feuerwehr mit einem neuen Fahrzeug auszustatten. Das Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSFW) bedeute einen erheblichen Schritt zu einer größeren Einsatzmöglichkeit, da dies nun über Atemschutzgeräte verfüge, wie sie heutzutage nahezu bei jedem Einsatz benötigt würden. 

Rund 160.000 Euro wurden in das hochmoderne Fahrzeug investiert, zusammen mit Zuschüssen vom Freistaat Bayern und dem Landkreis. Wichtig für die Beschaffung war auch die freiwillige Bereitschaft des Bedienungspersonals zur teilweise schweißtreibenden Aus- und Weiterbildung an und mit den Atemschutzgeräten. N

eben den klassischen Einsätzen bei Brand und Unfällen, erwarten die Bürger von der Feuerwehr auch Hilfe beim Auspumpen von Kellern bei Starkregen und Beseitigung von Ölspuren und umgestürzten Bäumen. Man stelle sich bei der Feuerwehr aber auch zunehmend auf Einsätze bei der Unterbringung von Flüchtlingen ein. 

Erster Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Frankenried Karl Germiller freute sich über das große Interesse der Dorfgemeinschaft am Tag der Ankunft des neuen Fahrzeuges und grüßte die Anwesenden mit dem Leitspruch der Feuerwehren: „Gott zur Ehr’, dem Nächsten zur Wehr!“. 

Die Wichtigkeit der Ortsteilfeuerwehren, wegen der nicht zu unterschätzenden Ortskenntnisse, hob Kreisbrandinspektor Hans-Jürgen Ringler hervor und sieht die Freiwilligen Feuerwehren als wichtiger Bestandteil der Gesellschaft in den Heimatgemeinden. Mit Hinweis auf die jetzt stattfindende Brandschutzwoche, warb er zugleich für das Motto: „Frauen zur Feuerwehr“. 

Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke (CSU) spannte in seinen Grußworten den Bogen vom Zusammenhalten im Kleinen – wie hier in der Gemeinde – zum Zusammenhalten im Großen und verwies, angesprochen auf die aktuelle Flüchtlingskrise, auf gewaltige Herausforderungen, vor denen man stünde. 

Wegen des „massiven Versagens” der Europäischen Union bei der Entwicklungshilfe in den betroffenen Ländern und des zu erwartenden Familiennachzugs, werde uns diese Aufgabe noch lange Zeit begleiten, so Stracke. Wir müssten hier für viele Jahre zusammenhalten und es dürfe kein Strohfeuer sein. Ein „Miteinander“ würde man bereits in Deutschland erleben und eben auch in Frankenried. 

In dem 500 Einwohner zählenden Ortsteil Frankenried der Gemeinde Mauerstetten gehören 28 Erwachsene und sechs Jugendliche zur Freiwilligen Feuerwehr. In den Sommermonaten wird regelmäßig alle zwei Wochen in einer Modularen Truppausbildung geübt, meist zusammen und in Absprache mit den umliegenden Feuerwehren. Dazu komme nochmals fast jeden Monat ein echter Einsatz. Das neue Fahrzeug erweitert nun die Einsatz- und Hilfsmöglichkeiten erheblich.

von Wolfgang Krusche

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