Sie fallen vom Himmel

Fallschirmspringer-Elite übt am Kaufbeurer Fliegerhorst

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Punktlandung: Beim Zielsprung versucht der Springer, einen zwei Zentimeter großen gelben Punkt mit dem Absatz zu treffen. Dabei wird dann ein Signal ausgelöst. Der Trainer bewertet den gesamten Sprung.

Kaufbeuren – „Nichts für Angsthasen“ – so steht es auf der Internetseite der Sportfördergruppe Fallschirmspringer der Bundeswehr, die in Altenstadt stationiert und seit 2015 dem Landeskommando Bayern in München unterstellt ist. Zurzeit üben rund 14 Aktive – darunter zwei Frauen und die aktuellen Weltmeister Elischa Weber und Stefan Wiesner – am Fliegerhorst Kaufbeuren, weil die Start- und Landebahn des Heeresflugplatzes Altenstadt momentan saniert wird. „Das ist eine 1a-Ausweichmöglichkeit für uns“, sagte Oberstabsfeldwebel Oliver Vent als Teammanager.

„Wir trainieren hier sehr gerne, weil sich durch ein anderes Gelände, Gebäude und die Startbahn Einflüsse auf Thermik und Abwinde entwickeln, die sehr gute Trainingseffekte ergeben und insbesondere beim Zielspringen eine Rolle spielen“, so der Teamleiter von insgesamt 18 Spitzensportlern aus ganz Deutschland im Alter zwischen 18 und 40 Jahren. Geübt werden die Disziplinen Zielspringen, Figurenspringen und Formationsspringen mit etwa acht bis zwölf Sprüngen pro Tag und Springer für die in dieser Woche in Tschechien stattfindenden offenen Meisterschaften, wenn Corona es zulässt. In der kommenden Woche ist die Gruppe dann wieder in Kaufbeuren.

„Himmelsstürmer“: Das Team der Sportfördergruppe der Bundeswehr aus Altenstadt mit seinem Teammanager (li.) und zwei Trainern.

Der Dank des Teamleiters geht an Oberst Martin Langer als Kommandeur des Fliegerhorstes für das in jeder Hinsicht „offene Ohr“. „Wir haben hier eine tolle Unterstützung bekommen, vom Kommandeur über den Kasernenkommandant bis zum Hallenmeister“, freute sich Vent. Dies sei auch in früheren Jahrzehnten schon so gewesen und er hoffe, dass dies auch in Zukunft möglich sei.

von Wolfgang Becker

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