Nie im falschen Film

Roman Harasymiw und Gerald Maas (v.li.) freuen sich auf viele filminteressierte BesucherInnen. Foto: Frisch

„Von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt“, so fasst Roman Harasymiw, der zusammen mit Regisseur Gerald Maas die filmzeit initiiert, das diesjährige Programm zusammen. Unter anderem junge Filmer von sieben deutschen Filmhochschulen, aber auch aus Portugal und Tschechien haben ihre Beiträge zu dem Festival eingereicht, um sich dem Urteil der Jury zu unterwerfen und – vielleicht – den begehrten Filmpreis „Blasi“ mit nach Hause zu nehmen.

Eröffnet wird das cineastische Spektakel am Donnerstag heuer erstmalig mit einer Produktion der Kaufbeurer „Kulturwerkstatt“, das Stück „Herztrost“ entspringt einer Fusion aus Film und Theater. Weiter geht es um 20 Uhr mit dem ersten Filmblock. Drei Tage lang können die Zuschauer zwischen insgesamt 29 Filmen wählen, die in den rund 100-minütigen Blöcken absichtlich bunt gemischt sind, damit der Zuschauer jederzeit in die Vorführung einsteigen kann. Zusätzlich wird am Sonntag nach der „Weißwurstdämmerung“ mit Frühstück und Fachsimpeln der Abschlussfilm „Der kostbare Gast“ von Dominik Graf gezeigt, der dafür den Bayerischen Filmpreis erhielt. „Wir wählen jedes Jahr einen Film eines bekannten Regisseurs aus, der auch einmal genau dort angefangen hat, wo die TeilnehmerInnen unseres Festivals jetzt stehen: nämlich am Anfang!“ so Harasymiw. Schon jetzt ließen sich bei vielen Einsendungen große Talente erkennen. „Wir freuen uns deshalb sehr, mit der Kamerafrau Sophie Maintigneux, Schauspieler Olaf Krätke, Journalist und Filmkritiker Georg Seitz („Bunte“) und der Autorin Bettina Höchel eine hochkarätige Jury gewonnen zu haben“, erklärt Mitinitiator und Regisseur Gerald Maas. Von vielen Filmfans sicherlich sehnsüchtig erwartet wird die filmzeitParty am Samstagabend. Dort gibt es nach dem letzten Filmblock ab cirka 22.40 Uhr die einmalige Möglichkeit, mit anderen Fans, den Organisatoren und vor allem einigen Filmschaffenden ins Gespräch zu kommen. Für den musikalischen Rahmen sorgt die Allgäuer Band „Fish’n Chicks“ mit frischem Funk und Soul. Die Preisverleihung wiederum findet am Sonntag Mittag nach der Vorführung des Abschluss- films statt, danach folgt der langsame Ausklang des Festivals. Roman Harasymiw und Gerald Maas blicken mit freudiger Spannung auf die vierte filmzeit: „Wir haben von den TeilnehmerInnen der letzten Jahre durchweg positive Rückmeldungen bekommen, sowohl für das Niveau der Veranstaltung als auch für das Flair der Stadt Kaufbeuren, durch die mit dem Festival ein frischer Wind weht!“

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