Ein familienfreundlicher Ort

Sie alle hatten Anteil am Kleblatt, von li. Ethelbert Babl (LEADER Manager im AELF), Michaela Waldmann, Josef Keller, Dr. Alois Kling, Maria Rita Zinnecker (Ltrin AELF KF), Rudi Nuschele, Josefine Fichtl-Valtin und Dieter Terjung. Foto: Bauer

Familienfreundlichkeit ist die Leitlinie für die Weiterentwicklung der 1400 Einwohner zählenden Gemeinde. Das Lengenwanger Kleeblatt, ihr neueste Projekt, fügt sich nahtlos sowohl in die Gemeindephilosophie, wie auch in das regionale Entwicklungskonzept des Landkreises ein. Die gemeinsamen Anstrengungen der Lengenwanger wurden dafür mit EU - Fördermitteln aus dem LEADER-Programm belohnt.

LEADER ist ein Entwicklungsprogramm der Europäischen Union, mit der Zielsetzung, den ländlichen Raum zu stärken. Natürlich ist die Förderung durch LEADER an bestimmte Bedingungen geknüpft, die es zu erfüllen gilt. Die ursprüngliche singuläre Absicht, so Bürgermeister Josef Keller, Fördermittel für den Bau eines Kinderspielplatzes zu erhalten, konnte den hohen Ansprüchen, die an eine LEADER-Förderung geknüpft sind, nicht genügen. Erst die Beratung durch die Geschäftsführerin der „Lokalen Aktionsgruppe Ostallgäu“, Michaela Waldmann, legte den Grundstein für ein schlüssiges Gesamtkonzept, das mit Bürgerbeteiligung (Bottom up), mit zusätzlicher Wertschöpfung für den ländlichen Raum und einer Vernetzung mit bereits bestehenden Projekten alle Kriterien für einen Zuschuss erfüllte. Mit dem Initiator des Kleeblattes Rudi Nuschele sowie mit Dieter Terjung, Heinrich Hutter und Josefine Fichtl-Valtin hatte sich ein Team gefunden, das die Idee nun mit Leben füllen konnte, um das Projekt zur Bewilligung durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) zu präsentieren. „Wir haben doch alles in Lengenwang, wir müssen es nur auf einer Kette aufreihen“, sagte Nuschele und erklärte, wie die Idee vom Kleeblatt zustande kam. Ein Bahnhof in der Mitte ist Ankunftsort, Informationspunkt und gleichzeitig Ausgangspunkt für vier Wanderrunden unterschiedlicher Länge. Die Runden reihen sich in der Tat wie die vier Blätter eines (Glücks-) Kleeblattes rund um den Ursprung in der Ortsmitte von Lengenwang. Die Wassererlebnisrunde mit Badestelle, Wassertretbecken, Panoramablick und Dolinenfeld bietet mit knapp acht Kilometern die längste Einzelwanderung. Es folgt die Mühlenrunde, die viel zusätzliche Information zum Thema Wasser bietet. Die so genannte Kinderwagenrunde ist barrierefrei und mit Bauernhof- und Tiererlebnissen ein idealer Parcours für Familien mit kleineren Kindern. Beim vierten Kleeblatt, der Waldrunde, steht das Wissen rund um die verschiedenen Holzarten im Vordergrund. Die Freude über die Leader-Mittel in Höhe von 82.000 Euro stand Josef Keller förmlich ins Gesicht geschrieben, als er den Förderbescheid aus den Händen von Dr. Alois Kling, dem Dienststellenleiter des AELF entgegennehmen durfte. Das „181000 Euro Projekt“, das nach den Worten von Keller sehr gut in die Entwicklung des Dorfes passt, kann nun in die Bauphase treten und soll Lengenwang schon bald für seine Bürger, für Naherholungsuchende und für Touristen noch attraktiver machen. Die Anbindung an das Allgäuer Radwegenetz und die Erreichbarkeit mit dem Zug runden das Erlebnisangebot ab.

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