Jede Stimme wird gehört

Familienministerin Franziska Giffey eröffnet „Haus der Demokratie“ in Kaufbeuren

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Hoher Besuch in Kaufbeuren: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey eröffnete gemeinsam mit OB Stefan Bosse (links), MdB Susanne Ferschl (2. v. li.) und MdB Stephan Stracke das Haus der Demokratie.

Kaufbeuren – Spannende Workshops, Veranstaltungen und Aktionen laden alle Interessierten im neu eröffneten „Haus der Demokratie“ in der Kaiser-Max-Straße 15 noch bis zum 6. Oktober dazu ein, über Demokratie ins Gespräch zu kommen, die eigene Meinung einzubringen und sich in einen Austausch mit den Politikern der Stadt zu begeben: Da ließ es sich Familienministerin Franziska Giffey am vergangenen Samstag nicht nehmen, nach ihrem Besuch auf dem Oktoberfest in Kaufbeuren vorbeizukommen, um in bester Laune das Haus zu eröffnen.

„Echte Gespräche“

Für die Initiatoren des Projekts brachte Giffey eine gute Nachricht mit, denn die Förderung für die Stadt im Rahmen des Programms „Demokratie leben“ wurde um 5.000 Euro auf insgesamt 105.000 Euro aufgestockt, wie die Familienministerin im Rahmen der feierlichen Eröffnung verkündete.

Wie wertvoll „echte Gespräche und Begegnungen“ in Zeiten seien, in denen die Demokratie in Gefahr sei, sich Menschen von ihr abwenden und Hass und Hetze verbreiten würden, betonte Giffey bei ihrer Begrüßung. Das Haus der Demokratie mitten im Zentrum der Stadt solle ein Ort des offenen Austausches sein; „ein Ort, an dem die Stimme jedes Einzelnen gehört wird und jeder sagen kann, was er denkt“, so Giffey.

Auch Oberbürgermeister Stefan Bosse schloss sich Giffeys Worten an. Besondere Projekte wie diese seien es, die zeigen: „Gemeinsam können wir etwas bewegen“, so der OB.

Gut gelaunt begrüßte Franziska Giffey die Besucher und Projekt-Beteiligten bei der Eröffnung des Hauses der Demokratie in der Kaiser-Max-Straße.

Alfred Riermeier, Leiter des Jugend- und Familienreferats, sieht den Besuch der Familienministerin und die gemeinsame Eröffnung des Projekts als „Zeichen der Anerkennung für unser langjähriges Engagement im Bereich Demokratie, Toleranz und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Wir wollen hier einfach zeigen, wie wichtig die Demokratie ist und wie wichtig auch der Einsatz für sie ist“, so Riermeier.

„Wir haben ein Imageproblem in der Demokratie“, sagt Kilian Herbschleb vom Stadtjugendring als Projekt-Mitbetreuer zur Grundidee hinter dem Haus der Demokratie. Daher gelte es nun, vielfältige Gespräche zu dem Thema anzuregen.

Teilhabe von jungen Menschen

Ins Gespräch kam Giffey auch mit den jungen Besuchern, und betonte in dem Zusammenhang die Wichtigkeit des Mitspracherechts für Kinder und Jugendliche. Die Jugend soll darin bestärkt werden, ihre Zukunftsperspektive, Ideen und Vorstellungen von Demokratie einzubringen, und gemeinsam eine Antwort auf die Frage zu finden, in welchem Land sie leben wollen.

Bis zum 6. Oktober erwartet die Besucher des Hauses Führungen via Augmented-Reality-App, Filmvorführungen, ein Meet&Greet mit dem Kaufbeu­rer Stadtrat und vieles mehr.

Gesundheitstag in der Innenstadt

Beim Gesundheitstag konnten die Besucher zum Beispiel das „Smoothie-Fahrrad“ ausprobieren.

Während sich die Besucher im Haus der Demokratie umschauten, war auch in der Kaiser-Max-Straße einiges los, denn beim Gesundheitstag waren auf der großen Bühne Showeinlagen und Workouts zu sehen, und verschiedene Stände boten vielfältige Anregungen rund ums Thema Gesundheit und Fitness. Das „Smoothie-Fahrrad“ ausprobieren oder alkoholfreie Cocktails trinken konnten die kleinen und großen Besucher ebenso, wie Einblicke in Sportarten wie Aikido, oder CrossFit und Co. erhalten. 

An der Kletterwand hatten die Kleinen viel Spaß.

Im Anschluss an die Veranstaltung fiel der Startschuss zum ersten VWEW Stadtlauf: Am Charity-Lauf der Initiatoren humedica und Lions Club Kaufbeuren beteiligten sich sowohl Erwachsene, als auch die kleinen Läufer beim Kinderlauf. Die Teilnehmergebühren pro Starter kommen Entwicklungsprojekten in Pakistan und Tansania zugute.

von Mahi Kola

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