Familienstützpunkt Obergünzburg hat neues Domizil

Neue Heimstatt

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Zahlreiche Besucher und Kinder (im Vordergrund der Kinderchor Günztalspatzen) verfolgten die Einweihung des neuen Familienstützpunkt in der Gutbrodstraße 39.

Obergünzburg – Der Familienstützpunkt hat sein neues Domizil in der Gutbrodstraße 39 bezogen. Zur Eröffnung und Einweihung gab es ein Straßenfest und der Kinderchor „Günztalspatzen“ präsentierte Kinderlieder.

Kurzerhand benannte der Erster Bürgermeister Lars Leveringhaus in seiner Begrüßungsrede den neuen Familienstützpunkt um zum „Haus der Familie an der Günz“. Unser Familienbild sei geprägt von allein- oder gemeinsam erziehenden Eltern mit einem Kind, zwei oder manchmal auch drei Kindern. Für das gesamte Günztal werde hier Familienbildung betrieben, dafür habe der Kreistag gerne die Mittel gegeben und der Hausherr Herbert Beck das Gebäude zur Verfügung gestellt. Den Sachaufwand für das Gebäude trage der Markt Obergünzburg, so Leveringhaus. Das Personal werde vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) bereitgestellt unter Mithilfe des Landratsamtes als staatliche Behörde.

Landrätin Rita Maria Zinnecker erinnerte an den Aufbau der Familienstützpunkte im Landkreis: 2014 ging es im Landratsamt los mit einem ersten Konzept und 2015 erhielt der Landkreis die Genehmigung vom Ministerium. Im Januar 2016 wurde dann mit den vier Familienstützpunkten begonnen: in Buchloe, Obergünzburg, Marktoberdorf und Füssen. „Ziel war die Möglichkeit für jede Familie im Landkreis, einen der Familienstützpunkt innerhalb von 20 Minuten erreichen zu können“, so Zinnecker. In Obergünzburg gab es zunächst nur ein Provisorium in den Räumen des BRKs. Umso erfreulicher sei nun der Umzug in das neue Haus als Anlaufstelle für Familien. Es habe jetzt auch Platz für weitere Einrichtungen wie beispielsweise ein Familiencafé. Sie hoffe, dass dies ein wahrer Treffpunkt für Familien in Obergünzburg werde, von den kleinen Kindern bis hin zu den Senioren. Zinnecker wünschte allen Beteiligten „viel Leben in der Bude“.

Barbara Strobel, Vorsitzende des BRK Ostallgäu, holte etwas weiter aus und erinnerte in einer humorvollen Rede daran: „Eine Familie bedingt, dass Kinder vorhanden sind“. Und wo Kinder seien, sei eine goldene Zukunft, so sage man. Wenn man aber die ersten Tage und Wochen nach der Geburt überstanden habe und sich „nach ergebnislosen Kommunikationsversuchen mit seinem Nachwuchs“ nach einem ruhigen Schaumbad sehne oder schlaftrunken die Tageszeitung in Ruhe durchlesen möchte, „fragt man sich, wer diese Sprüche in die Welt setzt“, so Strobel mit einem Augenzwinkern. Seien es vielleicht die Großeltern, die nur ab und zu vorbeikämen, oder die Politiker, die unseren Beitrag zur demographischen Entwicklung einfordern würden? Humorvoll führte sie die Stolpersteine einer Familienentwicklung auf. Es sei deshalb manchmal nicht einfach, eine Familie zusammen zu halten. Hilfe könne dabei der Familienstützpunkt bieten, und ein Lotse sein, damit niemand auf der Strecke bleibe.

Anschließend wurde die Einrichtung vom katholischen Pfarrer Walter Böhmer und der evangelischen Pfarrerin Brigitte Funk gemeinsam eingeweiht und gesegnet.

Eine Kindertanzschule aus Obergünzburg überraschte die Besucher mit einer spontanen Aktion, einem „Flashmob“. Die Kinder hatten sich heimlich unter die Zuschauer gemischt und beim Ertönen einer modernen Tanzmusik rissen sie sich die Jacken herunter, präsentierten ihre einheitlichen Tanz-T-Shirts und tanzten zum stampfenden Rhythmus der Musik einen eingeübten, synchronen Showtanz.

Für die Erwachsenen war reichlich für Essen und Trinken gesorgt worden, eine Hüpfburg und ein Kinderflohmarkt waren für die Kinder aufgebaut. Abschließend war der Familienstützpunkt zur Besichtigung freigegeben und die Leiterin Martina Fischer freut sich nun auf regen Besuch.

von Wolfgang Krusche

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