Vier Millionen Euro investiert die Stadt Marktoberdorf für das neue Familienzentrum

Umzug ist perfekt

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Das Bauhoffahrzeug ist nur ein Vorgeschmack auf Kommendes. In Kürze wird das Familienzentrum St. Magnus abgerissen und sein Neubau begonnen. Die Kinder sind übergangsweise bereits in die Container der Adalbert-Stifter-Schule gezogen.

Marktoberdorf – In den Osterferien wurde der Umzug der Kindergartenkinder perfekt gemacht. Der St. Magnus Kindergarten steht seitdem leer. Er harrt der Bagger, die in den nächsten Tagen anrollen und das Gebäude bis auf den Keller abreißen werden.

Die Stadt macht damit ernst und vollzieht den Umbau und Neubau des in die Jahre gekommenen Familienzentrums. Zum Schuljahresbeginn 2018/19 soll die neue Kinderbetreuungsstätte St. Magnus stehen und Platz bieten für vier Kindergartengruppen und eine Krippenkindergruppe – so der durchaus sportliche Zeitplan für den Gebäudekomplex an der Ecke zur Schwabenstraße.

Am Montag vergangener Woche haben die Kindergartenkinder ihre Übergangsbleibe in den Containern vor der Adalbert-Stifter-Schule bezogen. Von dort wiederum zog der Kinderhort in eigens ertüchtigte Räume im Untergeschoss der Grundschule. Sie seien aber „keine Kellerkinder“, wie Bauamtsleiter Ralf Baur betonte. Die hellen Räume hätten absolut Wohnqualität. Nach kleinen Startschwierigkeiten, laufe die Betreuung der St.-Magnus-Kinder nun wieder reibungslos, wie Gebäudemanager Richard Siegert von der Stadtverwaltung berichtete. Der Umzug bei quasi laufendem Betrieb sei allerdings eine große organisatorische Herausforderung gewesen, von der immerhin 75 Kindergartenkinder und rund 60 Hortkinder betroffen waren.

Das Ausmisten im mehr als 40 Jahre alten Kindergarten hatte bereits im vergangenen Herbst begonnen. Hilfreich dabei, dass die Stadt der Kindergartenleitung einen Wertstoffcontainer vor die Türe gestellt hatte, der bis zum Umzug viermal geleert werden musste.

Das neue Familienzentrum

Größer, moderner, barrierefrei und im Passivhausstandard soll das neue Familienzentrum errichtet werden. Dafür nimmt die Stadt rund vier Millionen Euro in die Hand. „Eine notwendige Investition trotz angespannter Haushaltslage“, sagte Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell. Denn die Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen sowie längeren Buchungszeiten steige immer mehr. Gerade im Norden von Marktoberdorf müssten zudem Flüchtlingskinder, die in den naheliegenden Unterkünften beherbergt sind, betreut werden.

Von ihrem Gartenspielplatz müssen die Kinder des St. Magnus Familienzentrums noch nicht Abschied nehmen. Die Außenspielgeräte sollen auch während der Bauarbeiten für die Kinder zugänglich sein, allerdings sicher von der Baustelle abgetrennt. Diese soll vor allem von der Ratiborer Straße angefahren werden, was zu Sperrungen in dem Bereich führen werde, wie Baur erläuterte. Die Kinder erwartet wiederum ein Unterhaltungsprogramm der besonderen Art, wenn erst die schweren Geräte von ihrem Kindergarten Besitz ergreifen.

von Angelika Hirschberg

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