Zum September können vier Gruppen und die Krippe einziehen

Familienzentrum Marktoberdorf: (Noch) die große Baustelle

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Wird als Holzständerbau errichtet: das Familienzentrum St. Magnus. Oben ist Platz für vier Gruppenräume mit Nebenzimmern.

Marktoberdorf – Für eine Kindertagesstätte braucht’s Gruppenräume, Nebenzimmer, einige Toiletten und ein kleines Büro für die Leiterin: Wer das glaubt, der wird im Familienzentrum St. Magnus eines Besseren belehrt. Bei einem Termin auf der großen Baustelle im Marktoberdorfer Norden konnten sich Stadträte und Interessierte davon überzeugen, was zu so einer Einrichtung heute alles dazu gehört.

Das Familienzentrum St. Magnus, das 4,5 Millionen Euro kostet, wird zum Kindergartenjahr 2018/2019 bezogen. Noch stehen außen Gerüste, noch herrscht im Inneren der typische Rohbau-Eindruck mit kahlen Wänden und offenen Rohren an der Decke vor. Und doch lässt sich beim Rundgang im April schon erahnen, was für ein bislang einmaliges Haus da für die Betreuung der Kinder errichtet wird.

Im Familienzentrum St. Magnus entstehen Räume und Nebenzimmer für vier Gruppen. Diese werden alle im ersten Stockwerk untergebracht, der über eine breite Treppe, aber genauso über einen Aufzug erreichbar ist. Circa 80 Kinder werden dort betreut; hinzu kommen zehn integrative Plätze für Kinder mit einer Behinderung oder mit auffälligem Verhalten. So erklärt es Daniela Streif, die seit 2016 die Einrichtung leitet, welche zurzeit in einen farbigen Container nahe der Baustelle ausgelagert ist. Die Krippe für kleine Kinder befindet sich im Erdgeschoss.

Alle wichtigen Räume der Tagesstätte sind nach Süden ausgerichtet. Weil feste Gruppen künftig kaum noch eine Rolle spielen, dienen die Zimmer nicht mehr als Domizil für bestimmte Gruppen; sie werden vielmehr auf gewisse Zwecke abgestimmt.

Die einzelnen Räume

Kita-Leiterin Daniela Streif schilderte, dass im ersten Stockwerk ein Raum für Rollenspiel eingerichtet, ein anderer als Bauzimmer (z.B. mit Lego oder Geomatrix), ein Atelier für Farben und Kunst sowie ein MINT-Raum, wo die Buben und Mädchen spielerisch an naturwissenschaftliche Erkundungen herangeführt werden. Dazwischen sind jeweils kleine Nebenräume – vier an der Zahl.

Im ersten Stockwerk befinden sich, wie Markus Schmid vom städtischen Bauamt beim Rundgang zeigte, des Weiteren ein Therapiebereich, zwei kleine Zimmer für die Erzieherinnen sowie Sanitärräume. Im Vergleich zum Erdgeschoss ist die Südfassade um zwei Meter zurückgesetzt.

Ebenerdig angeordnet sind die Krippe, die Verteilküche, der Raum zum Mittagessen und daneben ein Mehrzweckzimmer. Letztere können durch eine Trennwand voneinander abgeteilt werden bzw. beim Öffnen als großer Raum genutzt werden. Im Erdgeschoss ist auch das Besprechungszimmer. Im Familienzentrum arbeiten etwa 20 Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen. Hinzu kommt noch Fachpersonal, das stundenweise in den Kindergarten und in die Krippe kommt.

Der Familienstützpunkt

Eine weitere Besonderheit ist, dass in demselben Gebäude der Familienstützpunkt eingerichtet wird. Das Büro ist auf der Nordseite. Außerdem ist gleich nebenan – keine zehn Meter entfernt – eine weitere Tagesstätte: der Adalbert-Stifter-Kindergarten mit zwei Regelgruppen.

Betrieben wird der Familienstützpunkt vom Landkreis Ostallgäu. Er soll Anlaufstelle für Eltern aus dem mittleren Landkreis Ostallgäu sein, die Informationen, Hilfen und Angebote rund um die Erziehung benötigen – auf ihre individuelle Situation zugeschnitten. Hintergrund ist, dass Eltern manchmal an die Grenzen ihrer Erziehungskompetenz stoßen und großen Bedarf an Wissen, Orientierung, sozialen Kompetenzen und an eigener Bildung haben, die sie ihren Kindern vermitteln können.

jj

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