Endspurt im Fasching 2017

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Die etwa 500 Umzugsteilnehmer mit ihren über 30 Zugnummern locken bis zu 3000 Zuschauer an.

Kaltental – Seit inzwischen 104 Jahren lädt der Kaltentaler Ortsteil Frankenhofen alle zwei Jahre zum traditionellen Faschingsumzug. Am 28. Februar werden wieder bis zu 3000 Zuschauer erwartet. Ab 14 Uhr wollen über 30 Zugnummern mit Kreativität und Einfallsreichtum überzeugen.

Einige Gruppen sind fester Bestandteil des Gaudiwurms. So wird der Zug seit vielen Jahrzehnten von der „großen Larve“ aus dem Jahr 1912 angeführt. Auch die Jugendfeuerwehr Kaltental lässt sich ihren Platz nicht mehr streitig machen. Als „Chinesischer Drache“ haben sich die Jugendlichen als unumstrittenes Schlusslicht etabliert. Dazwischen warten auf die Zuschauer weitere 500 Umzugsteilnehmer aus der ganzen Region.

Überblick verschafft die „Fasnachtssprecher-Doppelspitze“ Konrad Kögel und Sandra Klaus. Von der eigens errichteten Tribüne am Maibaum aus bleibt kein Wagen unkommentiert. Mit Charme und Witz werden regionale Politik, aktuelles Weltgeschehen und Dauerbrenner thematisiert.

Auch in der Nachbargemeinde Stöttwang laufen die Vorbereitungen für den Umzug. Seit vielen Jahren beteiligen sich die „Fasnachter Stöttwang“ am Umzug. Bereits direkt nach den Weihnachtsfeiertagen haben die Besprechungen begonnen. Seit zwei Monaten sägen, schrauben, tapezieren und malen die Stöttwanger. Dabei Zeiten zu finden, an denen möglichst viele können, ist nicht immer einfach. „Wir arbeiten vor allem nach der Arbeit und am Wochenende am Wagen“, erzählt Maria Zehetbauer aus Stöttwang, die dieses Jahr zum fünften Mal am Umzug teilnimmt. Damit sie beim Werken ein Dach über dem Kopf haben, wird zwischendurch auch das Feuerwehrauto kurzerhand aus der Garage verbannt und durch den Wagen ersetzt. Das Thema, das sich die über 30 Darsteller überlegt haben, ist allerdings noch geheim. „Unser Motto wird erst in der Faschingswoche bekannt gegeben. Wen es interessiert, muss schon selbst auf den Umzug kommen“, sagt Vorstand Markus Bichtele mit einem Augenzwinkern.

Nach dem Faschingsumzug bietet das Faschingskomitee Frankenhofen noch ein abwechslungsreiches Programm für alle Faschingsbegeisterten. Entlang der Hauptstraße laden das beheizte „Pappnasenzelt“, die „Halli-Galli-Hütte“, eine Schneebar mit „DJ X“ und das Gasthaus „Hirsch“ zum Verweilen ein. Dabei sind sich die Zugleiter Andreas Reger und Andreas Kuisel sicher, dass das beheizte Zelt und das „Wurstmobil“ mit heißen Würsten eigentlich nur zusätzlicher Luxus sind. „Ich hoffe auf gutes Wetter, nette Gäste und auf einen lustigen Faschingsumzug“, sagt Kuisel, der dieses Jahr auch gleichzeitig Schirmherr der Veranstaltung ist. Auch im Saal des Pfarrheims ist Programm geboten. Ab 20 Uhr sind alle dazu aufgefordert, mit der Tanz- und Partyband „Yankees“ und der Showtanzgruppe „Ladyshake“ den Fasching ein letztes Mal gebührend zu feiern. Mit dem Kehraus am Faschingsdienstag ist die Faschingssaison 2017 dann offiziell vorbei.

von Agnes Reißner

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