112 Abiturientinnen am Marien-Gymnasium

In die Freiheit entlassen

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Schülerinnen mit der Traumnote 1,0: Theresa Neumann (v. li.), Andrea Rauch, Sandra Friedrich, Monika Bögle, Anna Neumann

Kaufbeuren – Vergangene Woche war für 112 Schülerinnen des Marien-Gymnasiums der spannende Tag gekommen: nach erfolgreich bestandenem Abitur wurden sie endgültig „in die Freiheit entlassen“.

Die Verabschiedung der Abiturientinnen begann mit einem stimmungsvollen ökumenischen Gottesdienst in der Institutskirche. Das Thema der Freiheit, eng verbunden mit der Aussicht auf viele Chancen und neue Möglichkeiten, aber auch mit einem zunehmenden Maß an Verantwortung für sich und die Gemeinschaft, zog sich als Motto durch diesen Gottesdienst und durch die anschließende Feier mit der Zeugnisübergabe.

Eröffnet wurde die feierliche Verabschiedung durch Yuhan Ye, dem pianistischen Nachwuchstalent aus der 6. Jahrgangsstufe.

OB Stefan Bosse sprach sein Grußwort diesmal in doppelter Funktion: als Oberbürgermeister und als Vater einer Abiturientin, im Publikum. Bosse hob die beachtliche Zahl starker und kompetenter Frauen hervor, die in Kaufbeuren herausragende Stellen besetzten und früher alle das Marien-Gymnasium besuchten. Für ihn ist es unbestritten, dass die meisten Abiturientinnen zunächst zwar für ihre berufliche Ausbildung ihre Heimat verlassen, dass danach aber viele zurückkehren würden. Um denjenigen entgegenzukommen, die einen Ortswechsel lieber von vorneherein vermeiden würden, pries er die Ausbildung an der Kaufbeurer FH für Finanzen an.

Der Elternbeiratsvorsitzende Ricky Golomb drückte seine große Anerkennung für die Leistung der Abiturientinnen aus und den Dank an alle, die zu diesen Leistungen beigetragen haben, allen voran die Lehrkräfte und die Eltern. Er erwähnte aber auch das Geschenk der neu erworbenen Freiheit und die Verpflichtung jeder einzelnen Schülerin, daraus nun etwas zu machen.

In seiner Abiturrede erläuterte Schulleiter Andreas Merz, der heuer ebenfalls eine „Abitur-Tochter“ (am Ringeisen-Gymnasium Ursberg) hat, dass sich die herausragenden Leistungen eines außergewöhnlich großen Abiturjahrgangs natürlich am schnellsten in Zahlen dokumentieren lassen. So legten 44 Prozent der Schülerinnen ihr Abitur mit einer 1 vor dem Komma ab, und 20 Prozent sogar mit einem Schnitt von 1,5 oder besser. Der Traumschnitt von 1,0 wurde von fünf Schülerinnen erreicht, die damit einen neuen Schulrekord aufstellten. Trotzdem war es Merz ein großes Anliegen zu betonen, dass Leistung keineswegs nur mit Noten gleichzusetzen sei. Jede Schülerin habe durch ihr persönliches Engagement die Hürde des höchsten schulischen Bildungsabschlusses gemeistert. Neben dem bisher erworbenen reichhaltigen Wissen, das nun aber lebenslang auf Erweiterung und Ergänzung wartet, hob Merz besonders auch die während der Schulzeit in vielen Funktionen, Diensten, Seminaren und ehrenamtlichen Tätigkeiten erworbenen sozialen Kompetenzen und christlichen Werte wie Hilfsbereitschaft, Toleranz, Respekt vor den Mitmenschen und der Wille zur Bewahrung der Schöpfung hervor.

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Bei der anschließenden Verteilung der Abiturzeugnisse wurden besondere Leistungen einzelner Schülerinnen gesondert gewürdigt. Musikalisch umrahmten diesen Teil der Feier jeweils zwei Abitur-Schwesternpaare: Angela und Jessica Häring, letztere bereits eine Ehemalige, und Lana und Rocciana Bersch mit dem selbst geschriebenen Lied „8 Jahre sind beinah vergangen“.

Zum Abschluss der offiziellen Feier erfolgten die besonderen Preisverleihungen: Maria Protschka, Stiftungsbeauftragte der Frank Hirschvogel Stiftung, nahm die Vergabe des mit 1.000 Euro dotiert Preises „Bestes Abitur“ an die fünf Schülerinnen mit dem Notendurchschnitt von 1,0 vor: Theresa Neumann, Anna Neumann, Sandra Friedrich, Monika Bögle und Andrea Rauch.

Markus Neubauer von der VR Bank Kaufbeuren verlieh den Preis „VR-aktiv“ für besonderes Engagement für die Schulgemeinschaft an Sarah Höck. Sie war im Vorfeld vom Lehrerkollegium ausgewählt worden. Höck agierte über mehrere Jahre hinweg Schülersprecherin.

Den Schlusspunkt setzten die Abiturientinnen mit der Ehrung ihrer Kursleiter als Dankeschön für die geleistete Arbeit und große Unterstützung. Danach präsentierten sich alle 112 jungen Damen mit einer kleinen Fotoshow aus acht Jahren Schulzeit und ihren persönlichen Bildern.

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