"Es ist geschafft"

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Feierliche Verkehrsübergabe der Kreuzung am Neuen Markt durch Bürgermeister Gerhard Bucher (von links) Quartiermanagerin Sylwia Pohl, Marie von der Jugendgruppe des Aktionskreises, Oberbürgermeister Stefan Bosse und Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke.

Neugablonz – Nach über einem halben Jahr Bauzeit, verbunden mit viel Staub und Lärm, Absperrungen, Bauzäunen und weiträumigen Umleitungsstrecken, ist es geschafft! Seit Samstag ist die Kreuzung im Zentrum von Neugablonz für den Verkehr wieder freigegeben. Mit einem gewissen Stolz konnte Kaufbeurens OB Stefan Bosse die Baustelle am Neuen Markt, wesentlich früher als geplant, für beendet erklären.

Eigentlich hatte man mit der Fertigstellung frühestens im November dieses Jahres gerechnet. Umso erfreulicher für alle Beteiligten, so Bosse in seiner Festrede, dass die baubedingten Einschränkungen für die Neuga-blonzer Bürger, vor allem aber für die Anwohner und Geschäftsleute schon jetzt ein Ende haben. 

Lobend wurden auch die Bauarbeiter in diesem Zusammenhang erwähnt, die „echt zugepackt“ hätten. Das Projekt ist gelungen, darüber waren sich so ziemlich alle Anwesenden einig. Allerdings wurden auch Stimmen laut, ob in der Praxis hinsichtlich der Verkehrsführung – speziell die sich abzeichnenden Probleme der Linksabbiegespuren – die erhofften Verbesserungen im Verkehrsfluss eintreten. Das müsse abgewartet werden. Bosse versprach aber, dass man vonseiten der Stadt das Ganze beobachten und notfalls entsprechende Anpassungen vornehmen werde. 

Eine Neuerung sind auch die sogenannten „Angebotsstreifen“ für Radfahrer. Dazu noch „Radaufstellstreifen“, für Neugablonz eine Premiere. „Mittlerweile aber in deutschen Städten gängige Praxis“, so der Oberbürgermeister. Man verspreche sich dadurch eine wesentliche Verbesserung der Sicherheit der Radler. Diese können sich an der rot geschalteten Ampel in Zukunft vor den Autos aufstellen und bei Grün dann im Blickfeld der Autofahrer zuerst losfahren. 

Hinter all diesen Linien und neu angebrachten Pfeilen stecke, so Bosse, viel „Denkarbeit“ von Fachleuten. Mit voller Überzeugung bezeichnete Kaufbeurens Stadtoberhaupt den Neuen Markt und dessen Umfeld als den „schönsten und auch größten Platz“ der Stadt und freute sich, dass man „die wunderschönen alten Bäume“, die aufs engste mit der Neugablonzer Geschichte verbunden seien, erhalten konnte. 

Bis Ende des Jahres sollen noch weitere Bäume hinzukommen und für zusätzliches „lebendiges Grün“ auf diesem zentralen Platz sorgen. Mit der Fertigstellung dieses vierten Bauabschnittes, der 2,3 Millionen Euro kostete, soll in Neugablonz nun für mindestens drei Jahre Ruhe einziehen. 

Wenn alles planmäßig verläuft, sollen dann 2018 zwischen dem Gablonzer Haus und dem Gablonzer Ring wieder Bagger und Planierraupen anrollen. Bis dahin sollen aber die Neugablonzer „weitestgehend in Ruhe gelassen werden“. „Dann feiern wir erst einmal im nächsten Jahr unser siebzigjähriges Bestehen“, erklärte Quartiermanagerin Sylwia Pohl „und dann sehen wir weiter“.

von Klaus-Dieter Körber

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