Fendt wächst weiter

Die größte Investition in der Firmengeschichte des AGCO-Konzerns wird in den kommenden vier Jahren in Marktoberdorf getätigt: Rund 170 Millionen Euro werden in den Bau eines weiteren Fendt-Werkes fließen. Dies machte AGCO-Präsident Martin Richenhagen bei der Jahrespresse- konferenz in München nochmals deutlich. Trotz Wirtschaftskrise volle Auftragsbücher meldet Hermann Merschroth, Sprecher der Fendt-Geschäftsführung.

Knapp 40 Journalisten vor Ort im Hotel “Bayerischer Hof” und über 1.000 Interessenten weltweit übers Internet zugeschaltet, folgten den Ausführungen der Konzernleitung auf dem Podium im Münchner Nobelhotel. AGCO verbucht für 2008 einen Nettoumsatz von 8,4 Milliarden US-Dollar, was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung um 23 Prozent entspricht. Etwa 15.000 Mitarbeiter sind in 140 Ländern für den Konzern in der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von Traktoren und Landmaschinen tätig. Von den vier AGCO-Kernmarken Challenger, Massey Ferguson, Valtra und Fendt wird letztgenannte als die “Perle” oder auch das “Flagschiff” des Unternehmens bezeichnet. Im Jahr 2008 hat Fendt Erträge in Höhe von 1,3 Milliarden Euro erwirtschaftet, berichtet Hermann Merschroth, Sprecher der Fendt-Geschäftsführung. “Die zunehmende Professionalisierung der Landwirte ist unsere große Chance, da die Technologie der Oberklasse von professionellen Maschinen unsere Stärke ist”, betont AGCO-President Martin Richenhagen. Neue Produkte sowie die Wachstumsmärkte, wie Brasilien und Russland oder die Schwellenländer, sieht der Manager als weiteres Zukunftspotential. In jeder Hinsicht gelobt wurde der Fendt-Standort Marktoberdorf, auch im Hinblick auf die Mitarbeiter, die aus der Region stammen und so häufig auch aus landwirtschaftlichen Betrieben mit entsprechenden Vorkenntnissen kommen. An den beiden Fendt-Standorten im Ostallgäu und in Bäumenheim wurde die Zahl der Mitarbeiter von 2007 auf 2008 um 250 auf insgesamt über 3.320 Kräfte erhöht. Gemeinsam wurden im vergangenen Jahr 15.428 Einheiten produziert. Da die Schlepper-Produktion in den kommenden Jahr nochmals deutlich erhöht werden soll, auf geschätzte 20.000 Einheiten im Jahr 2012, sind gravierende Erweiterungen notwendig. Der Mutterkonzern AGCO investiert innerhalb der kommenden vier Jahre daher rund 170 Millionen Euro in den Bau einer neuen Produktionshalle und eines modernen Montagebands. Die ersten Arbeiten dafür haben bereits begonnen. Trotz allgemeiner Wirtschaftskrise liegen die Auftragseingänge bei Fendt zu Jahresbeginn 2009 auf Rekordlevel.

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