Ferienzeit ohne Langeweile

Hüttenbauen macht durstig: für die kleinen Handwerker der Stadtranderholung steht ein eigener Kiosk mit moderaten Preisen zur Verfügung. Foto: Frisch

Spiel, Spaß und eine Menge guter Laune gibt es auch 2011 wieder beim Ferienprogramm der örtlichen Stadtranderholung. Rund 50 Betreuer kümmern sich in einem Zeitraum von zwei Wochen um über 1000 Kinder, die in zwei Gruppen für jeweils eine Woche hier Zeit verbringen dürfen.

Auch heuer haben sich die Verantwortlichen vom Stadtjugendring wieder etwas ganz besonderes ausgedacht, damit in der schulfreien Zeit sicher keine Langeweile aufkommt: „Expedition irgendwo – das Abenteuer beginnt“ lautet das Motto dieser Stadtranderholung (SRE). Dahinter steckt der Aufbau eines einer Hüttenanlage, wobei die Kinder 15 einzelne „Hüttendörfer“ mit jeweils vier bis sechs der kleinen Bauwerke selbst errichten dürfen. „Sonst stehen die Hütten schon, wenn die Kinder kommen. In diesem Jahr können sie ihre Behausungen selbst gestalten und haben einen riesigen Spaß dabei“, erklärt Michael Böhm von Stadtjugendring (SJR). Ganz stilecht ist er im beigen Indiana-Jones-Look gekleidet, schließlich steht jedes der kleinen Dörfer unter einem eigenen Motto, das an einen berühmten Entdecker oder Schatz erinnert und sich in der Gestaltung der Hütten wiederspiegelt. Von den Trojanischen Schatzkammern bis hin zum Nibelungengold und den Maya-Pyramiden haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer genug Themen, um sich richtig kreativ auszuleben. Bei Hunger oder Durst lockt der eigene Kiosk, lachend drängeln sich die Kinder beim Kauf von Ketchup-, Senf- oder Schmalzbroten und vor der Materialausgabe für die Hüttendörfer. Daneben gibt es auf dem 2.300 Quadratmeter großen Gelände noch eine Sternwarte mit einem (täuschend echten) Sternenhimmel, die gleichzeitig als „Parlamentsgebäude“ dient, eine Wasser-Gruppen-Dusche, ein eigenes Freibad am „Eiselmeer“, einen Bolzplatz und und und… Auch einen kleinen Rückzugsbereich für alle über zwölf hat man hier eigens eingerichtet. Wo man hinschaut, lachende Gesichter. Auch Oberbürgermeister Stefan Bosse zeigte sich bei einem Rundgang am vergangenen Dienstag beeindruckt und ließ sich von den kleinen Baumeistern in die Geheimnisse des Hüttenbaus einweihen. Die Kinder, die in der zweiten Woche kommen, werden dann laut Michael Böhm die Aufgabe haben, die Hütten wieder in ihre Einzelteile zu zerlegen. Die Bretter werden dann im kommenden Jahr wieder verwendet. Aber, so Böhm: „Es gibt natürlich immer auch einen gewissen Ausschuss, daher freuen wir uns immer über Spenden mit Restholz“. Rund acht Kubikmeter werden schließlich insgesamt verbaut, bis die Anlage steht. Auch andere Hilfe ist stets willkommen: „Wir sind sehr stolz, dass praktisch alle Betreuer hier ehrenamtlich tätig sind“, betont Böhm. Aufgaben gibt es jedenfalls genug, denn wie in den 39 Jahren zuvor ist die Nachfrage nach Plätzen für die Kinder groß. „Als Voraussetzung für die Anmeldung nehmen wir die Vollendung des ersten Schuljahres, zumindest sollte das Kind lesen können“, beschreibt Uwe Sedlacek vom SJR das Procedere. Auch Kinder aus der Region dürfen teilnehmen, denn: „Wir möchten uns nicht abschotten, zudem beteiligt sich der Landkreis mittlerweile an den Kosten für die Maßnahme.“ Geplant ist zukünftig neben der Stadtranderholung auch ein Ferien-Betreuungsprogramm unter anderem für Kinder berufstätiger Eltern, aktuelle Informationen gibt es auf der Internetseite des SJR, www.sjrkf.de.

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