Fest für Crescentia

Spätestens seit der Heiligsprechung im Jahre 2001 ist die Heilige Crescentia nicht nur in Kaufbeuren bekannt. Die Franziskanerin Maria Crescentia Höß ist die erste deutsche Heilige des dritten Jahrtausends. Am vergangenen Sonntag wurde zu ihrer Ehre das Crescentiafest, zusammen mit den ungarischen Gästen der Partnerstadt Szombathely, gefeiert.

Diözesanbischof Dr. András Veres kam zu seinem ersten Besuch nach Kaufbeuren, um zusammen mit seinem Generalvikar, Prälat Jozsef Brenner, die Stadt, die Pfarrgemeinden und das Crescentiakloster kennen zu lernen. Nach einer Stadtführung durfte der ungarische Besuch sich ins „Goldene Buch“ der Stadt Kaufbeuren eintragen. „Ich habe zuvor wenig über die Heilige Crescentia gewusst. Erst durch Bücher, die ich über sie gelesen habe, habe ich verstanden, was für sie wichtig war. Sie hatte eine tiefe Beziehung zu Gott – von dieser Beziehung war sie weise und klug. Die Gottesbeziehung gibt uns das Geschenk wie wir Leben und warum wir leben sollen. Die Heilige Crescentia war menschennah. Sie ist ein wichtiges Symbol für die Menschen“, so Diözesanbischof Dr. András Veres. Ein Symbol für die Menschen ist auch Janos Brenner, der ermordete Bruder des Prälats Jozsef Brenner. Im Jahre 1957 wurde er von einem Lockvogel zu einem Kranken ausgerufen und bei der Eucharistie getötet. 35 Jahre durfte darüber aus politischen Gründen nicht geredet werden. Da Janos Brenner für den Glauben gestorben ist, hat nun die Seligsprechung begonnen. Zusammen mit Bischof Veres und Prälat Brenner war auch der „Chorus Szt. Márton“ geladen, der schon mehrfach in Kirchenchor der St. Martinskirche gesungen hat. „Der Eindruck von Kaufbeuren ist sehr schön“, erzählt Diözesanbischof Dr. András Veres lachend. „Wir haben einen langen und guten Kontakt zu Kaufbeuren. Der Reliquienschrein wurde von einem ungarischen Bischof gestiftet und ein Kelch aus dem 16. Jahrhundert von einem ungarischen Grafengeschlecht“, so Veres. Auch in Zukunft wollen die Partnerstädte ihre Verbindung persönlich und lebendig halten. „Es ist schön auf verschiedenen Ebenen Kontakt zu haben. Durch die Chöre, in den Schulen, den Jugendaustausch“, so der Bischof. Der Namensnenner der beiden Kirchen, der Heilige Martin, ist ebenfalls eine wichtige Verbindung. Durch seine Spuren wächst ebenfalls ein gemeinsamer Weg.

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